Garten des Exils (Jüdisches Museum - Berlin)

Garten des Exils (Jüdisches Museum - Berlin)

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Garten des Exils (Jüdisches Museum - Berlin)

Die Achse des Exils führt aus dem Gebäude hinaus in den Exilsgarten, eine tiefer liegende quadratische Fläche, deren begrenzende Betonmauern die Sicht in die Umgebung verhindern. Im Garten des Exils stehen 49 sechs Meter hohe Betonstelen auf einem schiefen Grund, auf denen Ölweiden, die in der jüdischen Tradition Frieden und Hoffnung symbolisieren, gepflanzt sind, da Ölbäume das Klima nicht vertragen. Die Zahl 49 nimmt Bezug auf das Gründungsjahr des Staates Israel, 1948, während die 49. Stele in der Mitte für Berlin steht, sie ist mit Erde aus Jerusalem gefüllt.

Man kann im Garten die Erfahrung des Exils hautnah erfahren. Der Besucher fühlt sich erst fremd, dann ist der Gang durch den Garten geprägt von Unsicherheit, denn aufgrund des schiefen Bodens gerät man leicht ins Taumeln und die Betonsäulen beschränken die Sicht ungemein. Im Frühsommer, während der Blütezeit der Ölweiden, wirkt der Garten aufgrund des starken unbekannten Duftes noch fremder.

Die Ähnlichkeit des Gartens des Exils mit dem Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas sorgte 1999 für Plagiatsvorwürfe von Libeskind gegen dessen Architekten Peter Eisenman; der Streit konnte jedoch beigelegt werden.

Textquelle: Artikel Jüdisches Museum Berlin. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Februar 2007, 07:08 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 14. März 2007, 22:12 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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