Diego Velázquez: Las Meninas (Selbstporträt mit der königlichen Familie), 1656–1657, Museo del Prado

Diego Velázquez: Las Meninas (Selbstporträt mit der königlichen Familie), 1656–1657, Museo del Prado

Diego Velázquez: Las Meninas (Selbstporträt mit der königlichen Familie), 1656–1657, Museo del Prado

Las Meninas (‚Die Hoffräulein‘) ist ein Gemälde des spanischen Malers Diego Velázquez. Das 2,76 Meter × 3,18 Meter große Gemälde entstand im Jahr 1656 und befindet sich heute im Museo del Prado in Madrid.

Las Meninas zeigt einen großen Raum des Alcázar von Madrid, der Hauptresidenz von König Philipp IV. von Spanien. Zu sehen sind mehrere, überwiegend eindeutig identifizierbare Personen des spanischen Hofes. Im Mittelpunkt befindet sich die fünfjährige Königstochter Margarita umgeben von Hoffräulein, einem Wächter, zwei so genannten Hofzwergen und einem Hund. Links von ihnen steht Velázquez, der gerade an einer großen Leinwand arbeitet und seinen Blick zum Betrachter richtet. Ein Spiegel hängt im Hintergrund und reflektiert die Oberkörper von König und Königin. Das königliche Paar scheint außerhalb des abgebildeten Raums zu stehen und ähnlich wie der Betrachter des Gemäldes zu den abgebildeten Personen zu blicken. Nach Ansicht einiger Kunsthistoriker reflektiert der Spiegel jedoch lediglich das Gemälde, an dem Velázquez gerade arbeitet.

Las Meninas ist eines der meistdiskutierten Gemälde der Kunstgeschichte. Der Barockmaler Luca Giordano behauptete von dem Gemälde, dass es die „Theologie des Malens“ darstelle. Der Maler Thomas Lawrence nannte es im 19. Jahrhundert ein Werk über die „Philosophie der Kunst“. Bis heute wird es immer wieder als das bedeutendste Gemälde von Velázquez beschrieben und gilt als eine selbstbewusste, durchdachte Reflexion darüber, was ein Gemälde darstellen kann.

Textquelle: Seite „Las Meninas“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. März 2011, 16:57 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 19. Mai 2011, 20:50 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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