Blondinen bevorzugt (1953)

Blondinen bevorzugt (1953)

Blondinen bevorzugt (1953)

Blondinen bevorzugt ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Howard Hawks aus dem Jahr 1953. Sie basiert auf dem Musical Blondinen bevorzugt von Jule Styne nach dem gleichnamigen Roman von Anita Loos.

Handlung

Lorelei und Dorothy sind zwei attraktive Showgirls. Lorelei ist äußerst materialistisch eingestellt, während sich Dorothy nicht viel aus Geld macht. Die beiden wollen mit dem Schiff nach Europa fahren, wo Lorelei den reichen Gus heiraten will. Doch dessen Vater glaubt, dass sie nur hinter seinem Geld her sind und lässt sie von Ernie Malone auf dem Ozean observieren. Der verliebt sich in Dorothy, welche ihm auch nicht abgeneigt ist. Lorelei macht Bekanntschaft mit Sir Francis Beekman, der ihr das Diadem seiner Frau schenkt, es jedoch wieder ohne Loreleis Wissen an sich nimmt.

In Paris angekommen, stellen Dorothy und Lorelei fest, dass ihnen der Vater von Gus sämtliche Geldbriefe gesperrt hat, weil Malone ihm Einzelheiten von Loreleis Verhalten auf dem Schiff erzählte. Somit müssen die beiden ihren Lebensunterhalt wieder als Showgirls verdienen. Hinzu kommt noch, dass Lorelei vor Gericht muss, weil Beekmans Ehefrau glaubt, nicht ihr Gatte habe das Diadem verschenkt, es sei vielmehr von Lorelei gestohlen worden. Daraufhin versucht Lorelei ihren Gus zu überzeugen, dass sie auf dem Meer treu gewesen ist und Dorothy begibt sich als Lorelei verkleidet zur Gerichtsverhandlung. Dort stiftet sie einige Verwirrungen und gesteht Malone, dass sie ihn liebt, woraufhin er ihre wahre Identität nicht verrät und Beekman vor Gericht zerrt, der gesteht, das Diadem wieder von Lorelei zurückgeholt zu haben. Lorelei gelingt es inzwischen Gus und vor allem seinen Vater davon zu überzeugen, dass sie die richtige Partie ist. Zum Schluss gibt es eine Doppelhochzeit: Lorelei kann endlich Gus heiraten und Dorothy ihren Ernie Malone.

Hintergründe

* Der äußerst erfolgreiche Song Diamonds Are a Girl’s Best Friend (komponiert von Leo Robin und Jule Styne) wird oft kopiert und wiedergegeben, zum Beispiel in Baz Luhrmanns Film Moulin Rouge. Das American Film Institute wählte den Song auf Platz 12 der 100 besten amerikanischen Filmsongs.
* 1955 entstand ein Sequel unter dem Titel Gentlemen Marry Brunettes. Jane Russell und Jeanne Crain spielen in den Hauptrollen die Töchter von Dorothy Shaw. Der Filmtitel bezieht sich auf den Roman But Gentlemen Marry Brunettes von Anita Loos, hat aber mit der Handlung des Romans nichts gemeinsam.
* Die Szene, in der Marilyn Monroe in der Kabine eingeschlossen ist, dann versucht, durch das Bullauge zu klettern und darin steckenbleibt enthält verschiedene Anspielungen auf die Peter Pan-Verfilmung der Disney-Studios aus dem gleichen Jahr. Die blonde Fee Tinkerbell agiert hier in den Anfangsszenen ähnlich. Trotzdem ist die kleine Zeichentrickfigur nicht Marilyn Monroe nachempfunden, sondern Margaret Kerry.

Kritiken

„Sorgfältige Inszenierung, zwei attraktive Stars und ein paar unvergeßliche Tingeltangel-Songs. Neben der reinen Unterhaltung auch böse Kritik am Materialismus.“

– Lexikon des internationalen Films

„Das ist alles andere als zynische und liebenswürdige Unterhaltung: Es ist ein böses, intelligentes und unerbittliches Werk.“

– François Truffaut

„Mit Marilyn Monroe und Jane Russell, die in dieser knallbunten Technicolor-Produktion alles zum Beben bringen, macht die Filmversion von Gentlemen prefer blondes das heiße Wetter noch heißer. Ein Film, in dem diese beiden strahlenden Pin-up-Girls gemeinsam auftreten, ist wie der doppelte Einsatz bei einer todsicheren Wette, und man wird denn auch mit einem gewaltigen Musical belohnt. Um die Mädchen herum gibt es Männer und Musik, und Regisseur Howard Hawks hat dafür gesorgt, daß in ihrem Gang das gewisse Etwas nicht fehlt. Ob sie nun singen, tanzen oder nur einfach Diamanten anstarren – diese Mädchen sind unwiderstehlich, und ihr Musical ist so sprühend wie ein Feuerwerk... Miss Monroe sieht mal wider so aus, als würde sie im Dunkeln leuchten, und ihre Darstellung der Blondine mit dem Unschuldsgesicht, deren Augen sich bei Diamanten weit öffnen und beim Küssen schließen, bringt einen nicht nur zum Lachen, sondern auch ganz schön zum Schwitzen. Miss Russell ist eine Juno in Nylonstrümpfen und hat den Bogen raus, mit unbeweglicher Miene sarkastische Spitzen zu verteilen. Sowohl bei den Songs als auch bei der Männerjagd arbeiten sie großartig zusammen. Miss Russell durchmißt mit langen Schritten das Parkett, während Miss Monroe lässig dahinschlendert, doch irgendwie gefallen sie immer gleich gut.“

– Otis L. Guernsey Jr. – New York Herald Tribune

Auszeichnungen

* 1954 – Writers Guild of America Award: Nominiert in der Kategorie Bestes Drehbuch für ein Musical (Charles Lederer)
* 1954 – Photoplay Award für Marilyn Monroe für die beste Schauspielerin

Textquelle: Seite „Blondinen bevorzugt“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Oktober 2010, 04:12 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 24. November 2010, 12:48 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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