Arles: Römisches Amphitheater

Arles: Römisches Amphitheater

Arles: Römisches Amphitheater

Das Amphitheater von Arles ist ein um 80 - 90 n. Chr. auf einem Hügel erbautes römisches Amphitheater in der südfranzösischen Stadt Arles. Es bestand ursprünglich aus drei Geschossen mit je 60 Arkaden und bot etwa 25.000 Zuschauern Platz.
Das Amphitheater blieb bis zum Ende des Römischen Reichs intakt und in Funktion. Der Geschichtsschreiber Procopius von Caesarea vermerkt, dass noch im Jahr 539 der in Paris residierende Merowingerkönig Childebert I. hier solche Spiele sehen wollte. Die letzten Spiele fanden 549 statt.

Gegen Ende des 6. Jahrhunderts wurde das Amphitheater zu einem befestigten Siedlungskern mit letztlich etwa 200 Häusern. Der Arzt und Geograf Hieronymus Münzer beschreibt dieses Viertel 1495 als Wohnort armer Leute und der französische König Franz I. soll sich bei seinem Besuch von 1516 bedauernd über den traurigen Zustand des Gebäudes geäußert haben.

Ab 1825 wurden die An- und Zubauten mit Ausnahme der vier mittelalterlichen Wehrtürme schrittweise beseitigt und 1830 hier bereits wieder ein Fest (aus Anlass der Eroberung Algeriens) gefeiert. Am 30. Dezember 1840 ließ die Commission archéologique die letzten an das Theater angebauten Häuser abreißen.

Auf Anregung des Schriftstellers und Generalinspekteurs der französischen Baudenkmale Prosper Mérimée ist das Amphitheater seit 1840 offiziell als Monument historique, also als nationales Baudenkmal, qualifiziert, seit 1981 auch als Welterbe im Sinn der Unesco.

Heute dient das Gebäude unter anderem als Ort des nur in Südfrankreich zugelassenen Stierkampfs, aber auch von Theater- und musikalischen Aufführungen.

Das Gebäude taucht als Motiv bei Vincent van Gogh und Picasso auf.

Textquelle: Seite „Amphitheater von Arles“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. September 2010, 20:19 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 24. Januar 2011, 13:28 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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