Hellenistische Kunst

Hellenistische Kunst

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  • Nike von Samothrake. Parischer Marmor, ca. 190 v.Chr. ? Fundort: Samothrake, 1863.
  • Nike vo Samothrake, Louvre
  • The Winged Victory of Samothrace
  • Nike von Samothrake, Louvre, Paris
  • Laokoon-Gruppe, Vatikanstadt
  • Laocoon Pio-Clementino Inv1059-1064-1067 n3
  • Laocoon Pio-Clementino Inv1059-1064-1067 n8
  • Bundesarchiv_Bild_183-67670-0009,_Berlin,_Pergamonmuseum,_Pergamon-Altar
  • Bundesarchiv_Bild_102-00982,_Berlin,_Pergamon_Museum
  • Bundesarchiv_Bild_102-13147,_Berlin,_Pergamon_Museum,_Pergamonaltar
  • Bundesarchiv_Bild_183-67670-0007,_Berlin,_Pergamonmuseum,_Pergamon-Altar
  • Pergamon_Museum_Berlin_2007002

Der Hellenismus veränderte auch die Rahmenbedingungen für Kunst und Architektur der Griechen. Alexander der Große und nach ihm die hellenistischen Herrscher gründeten eine Vielzahl von Städten, die Tempel, Gymnasien, Theater und Plätze benötigten und somit reiche Entfaltungsmöglichkeiten für Architekten und Kunsthandwerker boten. Ihre Residenzen wurden zu Zentren einer höfischen Kunst, in deren Mittelpunkt der Herrscher selbst stand. Pergamon ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für eine solche Residenzstadt. Aber auch die städtischen Oberschichten waren vermehrt um ihren Nachruhm besorgt und ließen ihr Wirken durch Ehrenstatuen dokumentieren.

Nike von Samothrake. Parischer Marmor, ca. 190 v.Chr. ? Fundort: Samothrake, 1863.
Public Domain

Nike von Samothrake. Parischer Marmor, ca. 190 v.Chr. ? Fundort: Samothrake, 1863.

Venus von Milo, Louvre, Paris
Public Domain

Venus von Milo, Louvre, Paris

Die Kunst der hellenistischen Zeit unterschied sich von ihren Vorläufern vor allem durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Orient und den Barbaren. Es entwickelten sich Mischformen zwischen griechischer und orientalischer Kunst, beispielsweise im Osten Irans. Gleichzeitig war vor allem die Bildhauerei durch ein verstärktes Streben nach Realismus geprägt, das auch die Darstellung der in der klassischen Zeit wenig beachteten unteren Schichten mit einschloss und teilweise ins Groteske überging. Wichtige Merkmale der hellenistischen Kunst sind expressionistische Stilelemente und pathetische Motive (Beispiele: Trunkene Alte und Barberinischer Faun, beide in der Glyptothek) sowie ein Ausgreifen der Figuren in den Raum. Daneben war die Unterstützung der herrscherlichen Selbstdarstellung eine wichtige Funktion der hellenistischen Kunst. Durch die Verwendung göttlicher Attribute wurde die herausgehobene Stellung und die Sieghaftigkeit der Monarchen betont.

An herausragenden Werken der hellenistischen Kunst können vor allem genannt werden: die Gallieranatheme Attalos’ I. (überliefert in römischen Kopien, bekannt sind vor allem der Sterbende Gallier und der Gallier, der seine Frau tötet), der Pergamonaltar in Berlin, die Nike von Samothrake, die Aphrodite von Melos (auch Venus von Milo, beide im Louvre) und, als einer der letzten großen Kunstschöpfungen des Hellenismus, die Laokoon-Gruppe in Rom. Jacob Burckhardt prägte für den bewegten, emotionalen Stil dieser Skulpturen den Begriff Pergamenischer Barock

Textquelle: Seite „Hellenismus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. März 2011, 16:01 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 1. April 2011, 07:47 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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