Reisebilder von Monet

Reisebilder von Monet

8 Bilder
  • Galerie

  • Claude Monet: Das Parlement, London (1900-1901)
  • Claude Monet: Das Parlement, Sonnenuntergang (1904)
  • Claude_Monet_-_Palazzo_Dario,_Venice
  • Claude Monet: Das Parlament von London (1904)
  • Claude Monet: Monet - Der Dogenpalast in Venedig (1908)
  • Claude Monet: Der Dogenpalast in Venedig (1908)
  • Claude_Monet: Canal Grande, Venedig (1908)
  • Claude Monet: Brücke Charing Cross, London (1899)

Claude Monet unternahm während seines Lebens mehrere Reisen an die französische Kanalküste, die französische Mittelmeerküste, nach Norwegen, London und Venedig. Besonders die Erfindung der Eisenbahn und die mit ihr verbundenen Zugverbindungen ermöglichten schnellere und billigere Reisen, so dass Monet es sich leisten konnte, mehrmals innerhalb Frankreichs zu reisen. Dabei war er immer mit seinen Malutensilien unterwegs und malte an den besuchten Orten.

Im Dezember 1883 unternahm Monet zusammen mit Renoir eine Reise in den Süden Frankreichs. Anfang 1884 kehrte Monet allein ans Mittelmeer bei Bordighera zurück. Auf dieser Reise entstand zum Beispiel das Bild Bordighera, welches den typischen Stil dieser Bilder aufweist. Im Vordergrund des Bildes befinden sich arabeskenartig verdrehte Bäume. Im zum Meer hin tiefer liegenden Hintergrund ist die Ortschaft zu erkennen. Monet verwendet Farben wie Rosa, Orange, Ultramarin und Türkisblau, die er vorher kaum benutzt hatte. So ist auf diesem Bild das strahlende Blau des Meeres besonders auffällig. Monet sagte über die Darstellung dieser Farben, „man brauchte auf seiner Palette Diamanten und Edelsteine“. Insgesamt brachte Monet von seinem Mittelmeeraufenthalt etwa 50 Bilder mit zurück, von denen er die meisten erst im Atelier vollendete.

Claude Monet reiste mehrmals nach London, wo er sich schon 1870/1871 aufgehalten hatte. Während seiner Malreise 1900 in die britische Hauptstadt begann Monet vom Hotel Savoy und vom St. Thomas Hospitals aus eine Serie von Bildern des Parlaments von London und der Waterloo Bridge. Mit insgesamt über 100 London-Bildern ist dies nach den Seerosenbildern die umfangreichste Serie Monets. Er malte dabei auf mehreren Leinwänden gleichzeitig, um die verschiedenen und wechselnden Lichtstimmungen festzuhalten. Dabei skizzierte er meist nur und malte Anfänge, die dann im Atelier weiter ausgearbeitet wurden. Erstaunlich dabei ist, dass Claude Monet nach 20 Jahren wieder Motive aus der Großstadt malte. Das Bild aus der Serie Das Parlament von London aus dem Jahr 1904 zeigt das Gebäude in einer gedrückten Atmosphäre. Es dominieren dunkle Farbtöne und die Umrisse des Gebäudes treten scharf hervor. Im Kontrast dazu steht die orange-rote Sonne, deren Licht sich auf der Themse spiegelt. Wieder, wie schon bei der Bilderserie der Kathedrale von Rouen, malt Monet nicht die neugotische Architektur des Gebäudes, sondern allein seine Wirkung im Licht. Da Monet das Parlamentsgebäude meist im Gegenlicht malte, zeigt dieses Bild wahrscheinlich die Abenddämmerung. Dabei änderten sich die Lichtverhältnisse sehr schnell. Auf die London-Bilder reagierte die Kritik sehr positiv und sie konnten zu hohen Preisen verkauft werden.

Die Bilder, die Claude Monet 1908 in Venedig malte, erreichen einen Abstraktionsgrad in den Farbteppichen, der nicht mehr der Augenblickmalerei des Impressionismus entspricht. Er studierte die Atmosphäre der Stadt und hielt sie erst für nicht abbildbar, begann dann jedoch enthusiastisch zu malen. So entstand beispielsweise die Abendstimmung in Venedig, welche die Kirche San Giorgio Maggiore im Licht der untergehenden Sonne zeigt. Im Wasser spiegeln sich der Kirchturm und das Licht der Sonne. Mit der Pinselführung deutete Monet die Wellenbewegung des Wassers plastisch an. Am oberen Bildrand dominiert die Farbe blau, während in Richtung Horizont immer mehr gelbe und rote Farbtöne hervortreten und dominieren. Diese Farben der Venedig-Bilder, wie auch bei diesem, leuchten stark, sind jedoch nicht die Abbildung des Originalmotives. Mehrere Male ist auch der Palazzo Dario in Venedig sein Motiv. Monet malte den Palazzo immer aus der gleichen Perspektive, jedoch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Claude Monet begann viele Gemälde in Venedig und überarbeitete sie manchmal jahrelang noch im Atelier. Zum Teil beginnt er die Bilder noch einmal von Neuem. Damit spielt die Erinnerung an das Motiv und Empfindung eine größere Rolle ein, als das ursprüngliche Motiv. Seine Werke aus Venedig wurden erneut von den Kritikern lobend aufgenommen. So wurden die Bilder beispielsweise als „farbig schillernde Ferien“ bezeichnet.

Textquelle: Seite „Claude Monet“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Januar 2011, 14:40 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 27. Januar 2011, 15:24 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
  • Kommentar
  • Versenden