Seerosenbilder und der Garten von Giverny

Seerosenbilder und der Garten von Giverny

17 Bilder
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  • Seerosen
  • Seerosenteich
  • 1900_C.Monet_Japonski_mostek_w_Giverny.
  • Claude Monet: Wasserlilien-Teich (1899)
  • Claude Monet: Der Rosenweg in Giverny (1920-22)
  • Claude Monet:Die japanische Brücke in Giverny
  • Monet_-_Nenafares
  • Claude Monet: Seerosen
  • Claude Monet: Seerosen
  • Claude Monet: Seerosen | Waterlilies
  • Claude Monet: Nymphéas, Musée d´art moderne André Malraux, Le Havre, France.(1904)
  • Claude Monet: Seerosen (1906)
  • Claude Monet: Seerosen - Wasserlandschaft (1903)
  • Claude Monet: Weiße und gelbe Seerosen (1915-17)
  • Claude Monet: Water-Lily Pond (1926)
  • Monet_Water_Lilies_1916

Seine letzten 30 Lebens- und Schaffensjahre beschäftigte sich Monet hauptsächlich mit der Anlage und Gestaltung seines Gartens in Giverny, der sich in den clos normand genannten Ziergarten und den sogenannten jardin d’eau oder Wassergarten mit seinem Seerosenteich untergliedert. Beide dienten ihm häufig als Motiv für seine Gemälde. Er kaufte exotische Pflanzen, die zum Teil erst wenige Jahre in Frankreich bekannt waren, und komponierte das Farbzusammenspiel der Blüten.

Das Bild Weg im Garten des Künstlers, das 1901 und 1902 entstand, ist Teil einer Reihe annähernd quadratischer Bilder vom selben Motiv. Es zeigt einen zum Haus führenden Weg durch den Garten. Das Haus im Hintergrund befindet sich in der Mitte der Blickachse, ist jedoch aufgrund der Pflanzenfülle nur schwach zu erkennen. Der Weg wird von Kletterrosen überrankt, was ihm den Namen „Rosenweg“ eintrug, und von Rabatten begrenzt. Besonders dominant tritt die violette Blütenfarbe aus diesen Beeten hervor, während die obere Bildhälfte von der Farbe Rot dominiert wird. Auf dem Weg treten dunkel die von den rankenden Rosen geworfenen Schatten stark hervor. Das Bild ist symmetrisch aufgebaut, wirkt jedoch aufgrund der Farbfülle nicht streng.

Monet beschäftigte einen Gärtner allein zur Pflege der Seerosen im Wassergarten. Der Teich ist neben den Seerosen von Seegras und Algen belebt, während am Ufer Schilf, Iris und Trauerweiden wachsen. Claude Monet gab die großen Landschaftskompositionen auf und fokussierte auf die Teilansicht. Er konzentrierte sich auf Ausschnitte der Wasseroberfläche. Die abgebildeten Wasserlandschaften haben keinen Horizont mehr, so taucht der Himmel nicht mehr am oberen Bildrand auf. Nur noch als Spiegelung erscheint der Himmel im Bild, wie auch Bäume. Deshalb können die Bilder kaum noch zu Landschaftsbildern gezählt werden. So verwendete Monet den Begriff „Reflexlandschaften“. Er malte die Landschaften nicht nur im Freien, sondern auch im Atelier, kehrte jedoch immer wieder zum Originalmotiv zurück. Die Bilder vom Seerosenteich zeigen die am weitesten vorangetriebene Auflösung des Motivs. Die breit lagernden Blätterinseln der Seerosen bilden horizontale Strukturen, während die Spiegelungen im Wasser vertikale Strukturen schaffen. Dass diese geometrischen Strukturen nicht langweilig wirken, liegt vor allem an der auflockernden Wirkung der Blüten. Auch trägt die Farbe zur Auflockerung bei. Sie ist in viele einzelne Nuancen aufgespalten, so dass innerhalb eines Bildes wechselnde Farbtöne vorliegen. Dabei gab Claude Monet die Lichtwahrnehmung so wieder, dass im Bild das flimmernde Mosaik aus Farben ersichtlich wird. Die Farbe wurde von Monet in Tupfen und Strichen aufgetragen, wobei die erste Farbschicht sehr dünn ist und von den späteren, dickeren Schichten überdeckt wird. Mit der Zeit änderte sich Monets Farbauftrag. Während die ersten Bilder mit kurzen Punkten und Flecken gemalt wurden, werden die Striche auf den späteren Seerosenbildern dicker und bilden strudelartige Strukturen. Daneben entfernten sich die Farben des Bildes von der tatsächlichen Objektfarbe. Weiterhin wurden die Formate immer größer. So sind die Seerosendekorationen beispielsweise mit Größen von 2 × 6 Metern aus dem Jahr 1926 im Vergleich mit einem Bild aus dem Jahr 1904 mit 90 × 92 Zentimetern stark gewachsen.

Neben den Seerosen-Bildern malte Monet in seinem Wassergarten mehrere Bilder mit dem Titel Die japanische Brücke. Die Brücke ließ Claude Monet nach japanischem Vorbild errichten. Vor allem ihretwegen erhielt der Wassergarten den Beinamen „Japanischer Garten“. Schon 1895 und 1897 malte Monet dieses Motiv. Erst 1899/1900 wurde daraus eine zusammenhängende Serie. Die Bilder zeigen die Brücke aus einer frontalen Ansicht von der Westseite des Teiches aus. Die Wasserfläche wird von Seerosen bedeckt und von der Brücke überspannt. Allein das Geländer der Brücke zeigt lineare Strukturen in dem Bild. Im Bildhintergrund befindet sich die üppige Ufervegetation. Auf dem Wasser spiegeln sich diese zusammen mit der Brücke. Die Wasserfläche und die Umgebung des Teiches verschmelzen miteinander aufgrund des homogenen Pinselstrichs. Auch in dieser Serie ist der Himmel zumindest nicht direkt, sondern nur über Spiegelungen und Lichtreflexe zu erkennen, da Flora und Wasser die gesamte Fläche des Bildes einnehmen. Die ersten Bilder der Serie beinhalten eine strenge Symmetrie, die in den späteren Bildern aufgehoben wurde, da Monet stärkere Farbkontraste verwendete und das linke Ufer mehr einbezog. Nach 1908 tauchte das Motiv der Brücke lange Zeit nicht mehr in den Bildern Monets auf. Erst 1920 malte er weitere Bilder dieser Serie, die sich jedoch radikal von den früheren unterscheiden. Sie sind eine einzige große Farbmasse, aus der die Brücke allein mit zwei dunklen Bögen angedeutet hervortritt.

Textquelle: Seite „Claude Monet“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Januar 2011, 14:40 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 27. Januar 2011, 15:41 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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