Cleopatra (Film aus 1963)

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Nach Telefon Butterfield 8 war Taylor an MGM nicht mehr gebunden und schloss, wie es inzwischen branchenüblich war, Verträge nur noch für individuelle Filmprojekte ab. Mit der Wahrnehmung ihrer Interessen hatte sie bereits um 1958 den einflussreichen Agenten Kurt Frings beauftragt, der auch Audrey Hepburn betreute. Frings verhandelte für Taylor mit 20th Century Fox über die Titelrolle in dem Monumentalfilm Cleopatra, einer Prestigeproduktion, mit der das unter Druck befindliche Unternehmen sich zu sanieren hoffte. Da Filme mit Taylor bisher sichere Investitionen gewesen waren, war Fox auch mit ihrer Forderung nach einer Gage von einer Million Dollar einverstanden – einer Summe, die bis dahin noch nie einem Filmstar gezahlt worden war. Da Taylor später auch als Koproduzentin am Gewinn beteiligt wurde, beliefen sich ihre Gesamteinnahmen aus dem Film schließlich auf mehr als sieben Millionen Dollar. Taylor mochte die Rolle, weil sie die Kleopatra nicht einfach als eine berechnende Verführerin, sondern auch als Idealistin spielen durfte, die sich für den Weltfrieden einsetzte und dafür sogar auf einen Teil ihrer Macht zu verzichten bereit war. Die Dreharbeiten begannen nach sehr langen und komplizierten Produktionsvorbereitungen im Sommer 1960 in London. Da weder das Drehbuch noch die Dekorationen termingerecht fertig wurden und Taylor zweimal schwer erkrankte, kam es erneut zu langen Unterbrechungen, sodass die Produktionskosten von den ursprünglich veranschlagten zwei Millionen Dollar am Ende auf mehr als 37 Millionen Dollar anstiegen.

Endgültiger Produktionsstandort wurde Rom. Stephen Boyd, der in Cleopatra zunächst die Rolle des Marcus Antonius spielen sollte, wurde im September 1961 durch Richard Burton ersetzt, den Taylor bereits seit den frühen 1950er Jahren flüchtig kannte. Da sowohl Taylor als auch Burton verheiratet waren und Studios wie die Fox mit der Presse mittlerweile keine Diskretionsübereinkünfte mehr hatten, erregte die Liebesbeziehung, die sich zwischen den beiden Schauspielern während der Dreharbeiten in Rom entwickelte, in der Öffentlichkeit mehr Anstoß als irgendeine von Taylors früheren Affären. So wurde sie nicht nur vom Vatikan – von Papst Johannes XXIII., von Radio Vatikan und besonders scharf vom Osservatore della Domenica – öffentlich kritisiert, sondern auch von Iris Blitch, einer Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses, die sich im Frühjahr 1962 – freilich ohne Erfolg – dafür einsetzte, dass Taylor und Burton nach Abschluss der Dreharbeiten die Wiedereinreise in die USA verwehrt werden solle. Die Beziehung von Taylor und Burton wurde, wie Donald Spoto es formuliert, zu der „am beharrlichsten veröffentlichten Privatangelegenheit der 1960er Jahre“. Seit dem Bekanntwerden ihrer Romanze im April 1962 wurden Taylor und Burton beständig von Paparazzi und neugierigen Menschenmassen belagert. Ihre ostentativ zur Schau getragene Gleichgültigkeit gegenüber der moralischen Entrüstung, die ihnen entgegenschlug, und ihre offene Verachtung gesellschaftlicher Konventionen spielten, wie Taylors Biografen wiederholt herausgearbeitet haben, eine Rolle in dem Liberalisierungsprozess, der dazu führte, dass „unerlaubter Sex“ allmählich von Scham befreit wurde. Die Beziehung von Taylor und Burton galt als prominenter Musterfall, der im gesellschaftlichen Diskurs, der damals rund um dieses Thema entstand, immer wieder angeführt wurde. Randy Taraborrelli schrieb: „Sie haben in der Tat eine sexuelle Revolution angeführt.“

Weder Taylor noch Burton errangen durch ihre Auftritte in Cleopatra irgendeinen Schauspielerpreis, der Film amortisierte sich 1966 jedoch und zählt heute als der wirtschaftlich erfolgreichste seines Kinojahrgangs.

Textquelle: Seite „Elizabeth Taylor“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. Mai 2011, 16:16 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 19. Mai 2011, 22:06 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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