Nationalpark Bayerischer Wald

Nationalpark Bayerischer Wald

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  • Rachelsee
  • Mittelgebirgslandschaft, großflächige Waldschäden
  • Fichten und Buchen auf Granitboden

Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet und umfasst seit seiner Erweiterung 1997 eine Fläche von 24.250 Hektar. Zusammen mit dem Böhmerwald bildet der Bayerische Wald die größte zusammenhängende Waldfläche Zentraleuropas.

1972 erhielt der Nationalpark die internationale Anerkennung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources (IUCN).

1986 erfolgte die Verleihung des Europadiploms der Kategorie A durch den Europarat (letztmals 2001 verlängert bis 2006).

Geographische Ausdehnung

Der Park liegt im Osten Bayerns in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau entlang der Grenze zu Tschechien und umfasst heute eine Fläche von 24.250 Hektar fast unberührter (Ur)Waldlandschaft im Mittelgebirge des Bayerischen Waldes.

Ein Großteil des Nationalparks liegt in einer Höhe von über 1000 Metern, umgeben von den Gipfeln des Falkensteins (1315 m), des Lusens (1373 m) und des Großen Rachels (1453 m). Neben den Hochwäldern erstrecken sich dort auch noch einzigartige Hochmoore und -wiesen, die sog. Schachten, welche sich auf der tschechischen Seite im Böhmerwald noch weiter ausbreiten. Im Osten grenzt der Nationalpark an den 1991 gegründeten 69.030 ha großen Nationalpark Šumava, mit dem eine enge Zusammenarbeit besteht.

Fauna

Im Nationalpark konnte sich eine einzigartige Tierwelt erhalten bzw. wurde dort wieder angesiedelt. Darunter befinden sich vom Aussterben bedrohte Arten wie z. B. Auerhuhn, Luchs, Wanderfalke, Wildkatze, Schwarzstorch oder der Fischotter genauso wie andere typische Bewohner des Bayerischen Waldes. Dazu zählen unter anderem die Rothirsche, die den Winter allerdings in einem Gatter verbringen, weil man allzu große Verbißschäden am Bergwald vermeiden will.

Im Tierfreigelände, das sich im Nationalpark in der Nähe von Neuschönau befindet, sind in einem weiträumigen Gelände heute und ehemals ansässige Tiere wie Fischotter, Käuze, Wildkatze, Luchs, Uhu, Wisent, Rothirsch, Wildschwein, Braunbär und Wolf in Freigehegen untergebracht. In einem zweiten Freigelände sollen ab 2006 Rückzüchtungen von heute in Mitteleuropa ausgestorbenen Tierarten wie z. B. dem Wildpferd und dem Urrind zu beobachten sein.

Das Nationalpark-Konzept

Zielvorgabe des Nationalparks ist es, "Natur Natur sein [zu] lassen". Auf der überwiegenden Fläche des Nationalparks sollen die Natur und damit auch die dynamischen Abläufe in den Wäldern geschützt werden. Auf 8000 Hektar (knapp 25 Prozent der Fläche) greift der Mensch in den natürlichen Ablauf daher überhaupt nicht mehr ein.

Textquelle: Artikel Nationalpark Bayerischer Wald. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. Mai 2007, 17:34 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 20. Mai 2007, 20:40 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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