Flagge

Marokko

Afrika

Bevölkerung

Marokkaner beim Tee
Yago Veith, CC|by-sa|3.0|deed

Marokkaner beim Tee

Rund 20 % der Marokkaner sind arabischstämmig. Die Berber (etwa 80 % der Bevölkerung, davon knapp 60% arabisierte Berber) sind heute zumeist sesshafte Bauern. Nur eine Minderheit lebt noch als Nomaden oder halbnomadisch in abgelegenen Gebieten des Mittleren Atlas oder auf den Hochplateaus im Osten des Landes. Nordmarokko mit der alten Metropole Fes ist eher arabisch (34 % der Bevölkerung Araber, 25 % arabisierte Berber), Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher berberisch (30 % der Bevölkerung Berber) geprägt. Es leben rund 60.000 Ausländer im Land, darunter vor allem Franzosen, Spanier, Italiener, Tunesier und Algerier. Im Gegenzug leben über eine Million Marokkaner in Frankreich und sind somit wichtige Vertreter des Islam in Frankreich.

Berberin aus Chefchaouen, Marokko
Cyril Romier CC|by|2.0|deed

Berberin aus Chefchaouen, Marokko

Die Bevölkerungsverteilung Marokkos ist sehr ungleich. Zwei Drittel der Einwohner leben auf etwa einem Zehntel der Landesfläche im Nordwesten oder Westen. Ballungsgebiete sind die Küstengebiete im Norden und Nordwesten und das Sebou-Tiefland. Obwohl Marokko eine alte Stadtkultur besitzt, leben nur 57,4 % (2003) der Bevölkerung in Städten. Die Verstädterung schreitet langsamer voran, als in anderen afrikanischen Ländern. 32,9 % der Einwohner sind jünger als 15 Jahre (2003); die Gruppe der über 65-Jährigen beträgt lediglich 4,4 %. Die Lebenserwartung beträgt 69 Jahre (2003). Das Bevölkerungswachstum liegt (2003) bei 1,6 %.

Sprache

IRCAM (Institut Royal de la Culture Amazighe) in Rabat, Marokko.
Public Domain

IRCAM (Institut Royal de la Culture Amazighe) in Rabat, Marokko.

Die landesweite Amtssprache ist Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden auch diverse Berbersprachen (Taschelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair und heute auch noch Judäo-Berberisch) gesprochen. Französisch wird im gesamten Land als Handels- und Bildungssprache benutzt. Im Norden Marokkos, der Westsahara und um Sidi Ifni wird zusätzlich Spanisch gebraucht.

Religion

Hassan II. Moschee, Casablanca, Marokko (مسجد الحسن الثاني)
Jerzy Strzelecki CC|by|3.0|deed

Hassan II. Moschee, Casablanca, Marokko (مسجد الحسن الثاني)

Staatsreligion ist der Islam. Rund 99,8 % der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 % Sunniten malikitischer Richtung. 69.000 Einwohner bekennen sich zum Christentum (meist Katholiken) und 8.000 zum Judentum.

Aissaoua: ist ein islamischer Sufi-Orden in Nordafrika.
Der Orden spaltete sich im 15. Jahrhundert von der Tariqa Schadhiliyya ab. Ordensgründer ist Muhammad Ben Aïssâ (1465–1526). Seine Mitglieder praktizieren wie in vielen anderen Tariqas auch den Dhikr mit musikalischer Untermalung.


Textquelle: Seite „Marokko“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. September 2009, 23:06 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 6. Oktober 2009, 21:35 UTC) Seite „Aissaoua“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Juni 2009, 16:47 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 8. Februar 2010, 21:19 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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