Flagge

Guadeloupe

Nord-, Mittelamerika
Karte von Guadeloupe

Portrait

Guadeloupe [gwaˈdlup], von den Einheimischen auch Gwada genannt, ist ein Überseedépartement und eine Region Frankreichs, bestehend aus einer Gruppe von neun Inseln der kleinen Antillen innerhalb der Inseln über dem Winde in der Karibik.

Guadeloupe ist ein vollintegrierter Teil des französischen Staates und damit auch Teil der Europäischen Union. Zusammen mit Martinique bildet es die Französischen Antillen.

Geografie

Guadeloupe besteht aus acht bewohnten sowie weiteren kleinen unbewohnten Inseln.

Die beiden Hauptinseln sind Basse-Terre und Grande-Terre, die nur durch einen schmalen Meeresarm voneinander getrennt sind. In unmittelbarer Nähe zu diesen liegen die ebenfalls bewohnten Inseln Marie-Galante und La Désirade, die zwei kleinen unbewohnten Îles de la Petite Terre sowie die kleine Inselgruppe der Îles des Saintes, die zwei bewohnte und sieben unbewohnte Inseln umfasst. Südlich von Guadeloupe befindet sich die Insel Dominica, nordwestlich die Insel Montserrat und nordöstlich die Insel Antigua, die zum Inselstaat Antigua und Barbuda gehört.

Bis 2007 gehörten die Insel Saint-Barthélemy und der französische Teil der Insel Saint-Martin politisch zu Guadeloupe. Diese liegen ca. 200 km nördlich der Hauptinseln. Im Februar 2007 wurden die beiden Insel von Guadeloupe abgetrennt und zu zwei eigenen überseeischen Gebietskörperschaften (collectivité d'outre-mer) aufgewertet.

Basse-Terre ist vulkanischen Ursprungs mit Bergen im Landesinneren, Grande-Terre ist relativ flach und besteht hauptsächlich aus Kalkstein. Die meisten der anderen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Der höchster Punkt ist die Soufrière mit 1.467 m über NN, die ein aktiver Vulkan ist.

Das Klima ist von subtropischen Temperaturen durch Passatwinde und von moderater Feuchtigkeit gekennzeichnet. Von Juni bis Oktober besteht die Gefahr von Hurrikanen.

Die Landfläche besteht zu 14 % aus Anbaufläche, zu 4 % aus Dauerkulturen, zu 14 % aus Weideflächen und zu 39 % aus Wäldern.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl Guadeloupes betrug im Juli 2005 448.713 Menschen.

Rund 90 % der Guadeloupianer sind Schwarze oder Mulatten. Ungefähr 5 % der Bevölkerung sind Weiße. Inder, Libanesen und Chinesen machen zusammen weniger als 5 % aus.

Innerhalb der Weißen müssen mehrere Gruppen unterschieden werden: Die Nachkommen der kolonialen Oberschicht werden Grands-Blancs genannt. Daneben existieren aber auch einige Gruppen verarmte weißer Siedler (Petits-Blancs): die Blancs-Matignons in den Grands-Fonds auf Grande-Terre, die Saintois auf dem Archipel Les Saintes, die Saint-Barths auf der Insel Saint-Barthélémy und die Désiradiens auf der Insel La Désirade.

Religionen

Etwa 95 % der Einwohner gehören der Katholischen Kirche an. 1,7 % der Bevölkerung sind Zeugen Jehovas. Die restlichen 3 % der Einwohner sind Hindus oder gehören Religionen afrikanischen Ursprungs an, während 1 % der Bevölkerung protestantisch ist.

Demographische Struktur

25,1 % der Einwohner Guadeloupes sind jünger als 15 Jahre während 8,7 % älter als 64 sind. Die Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren machen 66,2 % der Bevölkerung aus. 50,8 % der Bevölkerung sind Frauen.

Die Rate des Bevölkerungswachstums beträgt 1,11 %, die Geburtenrate 17,25 Geburten auf 1000 Einwohner und die Sterberate 6,01 Todesfälle auf 1000 Einwohner. Die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 9,77 Totgeburten auf 1000 Lebendgeburten. Die Lebenserwartung beträgt im Durchschnitt 77,0 Jahre, für Frauen 80,3 Jahre und für Männer 73,8 Jahre. Die Fruchtbarkeitsrate liegt bei 1,93 geborenen Kinder pro Frau. Diese Zahlen sind alle geschätzt und beziehen sich auf das Jahr 2002.

Textquelle: Seite „Guadeloupe“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Februar 2009, 20:35 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 25. Februar 2009, 20:42 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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