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Sudan

Afrika

Portrait

Die Republik Sudan (arabisch ‏جمهورية السودان‎, DMG Dschumhūriyyat as-Sūdān) ist ein Staat in Nordost-Afrika mit Zugang zum Roten Meer und grenzt im Norden an Ägypten und Libyen, im Westen an Tschad und die Zentralafrikanische Republik, im Süden an die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Kenia und im Osten an Äthiopien und Eritrea. Mit einer Fläche von über 2,5 Millionen Quadratkilometern ist das Land etwa siebenmal so groß wie Deutschland und größter Flächenstaat des Kontinents.

Geografie

ad-Dair (Jebel Dair)
Public Domain (NASA)

ad-Dair, ein Tafelberg am Nordrand der Nuba-Berge im sudanesischen Bundesstaat Süd-Kordofan.

Ein Teil des Staates Sudan ist Teil der Großlandschaft Sudan und der Sahelzone. Sein Relief wird von der Beckenlandschaft des Nils und seinen Randgebirgen bestimmt. So erhebt sich im Nordosten das Bergland des Dschibal al-Bahr al-ahmar am Roten Meer, das eine Höhe bis 2.259 m erreicht. Im südlichen Grenzbereich zu Uganda liegt im Immatong-Gebirge der Berg Kinyeti, der mit 3.187 Meter der höchste Berg des Landes ist. Den südwestlichen Beckenrand stellen die Nordäquatorialschwelle und die Zentralafrikanische Schwelle dar, die auch die Wasserscheide zwischen Nil- und Kongosystem bilden. Im Westen erhebt sich ein Basaltgebirge auf dem Marra-Plateau, dessen höchste Erhebung mit 3.088 Meter der Berg Marra ist. Im Zentrum erheben sich die Nuba-Berge, die zwischen 500 Meter und 1.325 Meter hoch sind. Im Norden geht das Land beiderseits des Nils in die Sahara über, wobei der Teil westlich des Nils als Libysche Wüste und der Teil östlich des Nils als Nubische Wüste bezeichnet werden. In der Region um Khartum, wo Weißer Nil und Blauer Nil zum eigentlichen Nil zusammenfließen, breiten sich weite, flache Tonebenen aus. Der Südsudan wird überwiegend von Überschwemmungs- und Sumpflandschaft geprägt, wobei der Sudd die größte zusammenhängende Sumpflandschaft darstellt.

 

Klima

Hohe Temperaturen und Sommerregen besonders im Süden kennzeichnen das tropische Klima Sudans. In der Regenzeit von April bis November verteilen sich die Niederschlagsmengen von 1.500 mm im Süden auf weniger als 100 mm im Norden. Die mittleren Monatstemperaturen liegen zwischen 24 °C und 32 °C. Dabei können die Temperaturen aufgrund des Wüstenklimas im Norden 41 °C am Tag und 4 °C in der Nacht erreichen.

Flora und Fauna

Die Vegetation reicht von spärlichstem Pflanzenwuchs in den nördlichen Wüsten und Halbwüsten über Dornstrauchsavannen in der Sahelzone, Trocken- und Feuchtsavannen mit Hochgras bis zu Regenwaldgebieten im äußersten Südwesten. Der Waldbestand hat zwischen 1990 und 2000 um 1,4 Prozent abgenommen. Im Sumpfgebiet des Sudd sind Schilfgräser, Papyrus und Wasserhyazinthen dominierend, die durch ihr schnelles Wachstum die Schiffbarkeit einschränken. Die vielfältige Tierwelt umfasst vor allem in Zentral- und Südsudan Elefanten, Büffel, Giraffen, Antilopen, Hyänen, Löwen, Flusspferde und Krokodile sowie zahlreiche Greif- und Wasservögel.

Nationalparks

In Sudan gibt es zehn Nationalparks (Stand 2006). Das Schutzgebietssystem umfasst dabei aber auch Naturschutz- und Vogelschutzgebiete. Der Berg Barkal mit der historischen Stadt Sanam gehören zum Welterbe der UNESCO und beide zusammen bilden die antike Hauptstadt Napata des Königreiches von Kusch.


Textquelle: Seite „Sudan“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Juli 2009, 20:41 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 10. August 2009, 21:41 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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