Stadt

Rotterdam

Flagge

Bevölkerung

Die Bevölkerung Rotterdams ist hinsichtlich Herkunft und kulturellem Hintergrund sehr vermischt. Rotterdam ist die einzige Stadt der Niederlande, in der sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung nach 2000 verringert hat. Ursache dafür ist vor allem die Zuwanderung aus der Türkei, Marokko und Suriname. Als erste Stadt in den Niederlanden erhielt Rotterdam am 1. Januar 2009 mit dem derzeitigen niederländischen Staatssekretär für Soziale Angelegenheiten, Ahmed Aboutaleb (PvdA), einen Bürgermeister marokkanischer Abstammung und mit zwei Staatsangehörigkeiten.

Offiziell ist nur etwas mehr als die Hälfte der Bewohner autochthon. Die größten allochthonen Bevölkerungsgruppen sind Einwanderer aus den ehemaligen niederländischen Kolonien (vor allem aus Suriname und den Niederländischen Antillen) sowie Gastarbeiter aus der Türkei, Marokko und Kap Verde (Zahlen vom 1. Dezember 2005: Gesamtbevölkerung: 589.156, Autochthone 318.672, Surinamesen 52.377, Türken 40.820, Marokkaner 34.281, Antillianer/Arubaner 20.390, europäische Mittelmeer-Anrainerstaaten 18.127, Kapverdier 14.919, übrige Allochthone 97.543). Etwa 6000 Rotterdamer sind Deutsche oder deutscher Abstammung. Viele von ihnen kamen entweder als Gastarbeiter (nach dem Zweiten Weltkrieg und in den 1990er Jahren, als in den Niederlanden viele Arbeitskräfte gesucht wurden) oder als Studenten, um an einer der Rotterdamer Hochschulen zu studieren.

Während das Durchschnittseinkommen der Bewohner des Stadtgebiets niedriger ist als in den restlichen Niederlanden, ist es im Umland der Stadt höher. In der Stadt selbst aber beziehen etwa 10 % der Einwohner Leistungen des Sozialamts (verglichen mit etwa 3 % in den gesamten Niederlanden) und selbst in der Gruppe der 15 bis 34-Jährigen liegt der Anteil bei 8 %.

Bevölkerungsentwicklung

Rotterdam expandierte insbesondere in der Zeit des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts, als die Stadt zum wichtigsten Industriehafen Europas aufstieg. Allein zwischen 1900 und 1930 stieg die Einwohnerzahl von 318.000 auf 580.000, mit dementsprechenden Problemen für die Stadtplanung.

Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten beschäftigt die Stadt seit den 1970er Jahren. Unruhen im Stadtteil Afrikaanderwijk und immer wieder auftretende Skandale bei der Unterbringung der Gastarbeiter veranlassten die Stadtverwaltung, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Seit 1972 besteht eine Migrationsbehörde, 1978 folgte mit dem Memorandum zu Migranten in Rotterdam (Nota Migranten in Rotterdam) ein erster offizieller Plan. Die Rotterdamer Stadtverwaltung verfolgte mit diesem und späteren Projekten stets eine Politik starker Integration, wenn nicht gar Assimilation. Besondere Vorkehrungen und Einrichtungen für Migranten sollten vermieden werden.

Die Prognosen der Stadt Rotterdam gehen von einer Zunahme der allochthonen Bevölkerung auf 57,2 % im Jahre 2017 aus. Nicht eingerechnet in diese Zahl ist die dritte Generation, die 2017 etwa 3,3 % ausmachen wird.

Textquelle: Seite „Rotterdam“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Dezember 2010, 17:53 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 2. Januar 2011, 20:06 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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