Stadt

Bern

Flagge
Bern

Portrait

Bern (franz. Berne, ital. Berna, rätoromanisch Berna, berndt. Bärn) ist die Bundesstadt der Schweiz (siehe dazu die Hauptstadtfrage der Schweiz) und Hauptort des Kantons Bern. Mit 128000 Einwohnern ist Bern nach Zürich, Genf und Basel die viertgrösste Stadt der Schweiz.

Die 1191 gegründete Zähringerstadt, seit 1218 Freie Reichsstadt, tratt 1353 als achter Ort der Eidgenossenschaft bei. Nach dem grossen Brand von 1405 wurde die Altstadt neu in Sandstein im Stil der Renaissance errichtet. Dieses Stadtensemble mit den stiltypischen Arkaden ist weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten und seit 1983 UNESCO-Welterbe. 1848 wurde Bern zum Sitz der Bundesbehörden bestimmt. Ein Jahr später kam der Bundesbetrieb PTT hinzu.

1874 wurde in Bern der Weltpostverein gegründet. 1886 wurde in Bern die Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken der Literatur und Kunst, ein völkerrechtlicher Vertrag, angenommen. 1902 erhielt Albert Einstein eine feste Anstellung beim Schweizer Patentamt in Bern. 1954 wurde die 5. Fussballweltmeisterschaft in der Schweiz ausgetragen. Das Finalspiel fand im Wankdorfstadion statt und Deutschland wurde zum ersten Mal Weltmeister. 1979 wurde das «Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume» – die Berner Konvention – vereinbart.

Geographie

Die Stadt Bern liegt im schweizerischen Mittelland, an der Aare. Die Altstadt liegt in einer Schleife des Flusses. Um die Altstadt herum breitet sich Bern bis zu zwölf Kilometern in alle vier Himmelsrichtungen aus. Im Norden stossen die Quartiere Breitenrain, Wankdorf und Lorraine ans Zentrum, im Osten die Schosshalde und im Süden das Kirchenfeld. Diese sind über Hochbrücken (Lorrainebrücke, Kornhausbrücke, Nydeggbrücke, Kirchenfeldbrücke, Monbijoubrücke) erreichbar. Im Westen grenzen die Quartiere Bümpliz und Bethlehem an das Zentrum.

Bern ist gegliedert in sechs Quartiere und 32 Stadtteile.

Das Siedlungsgebiet ist von Hügeln und grösseren Waldgebieten umgeben, wie dem Ausflugsberg Gurten im Süden und dem Bremgartenwald im Nordwesten der Stadt. Um die Kernstadt Bern gruppieren sich eine Vielzahl von Agglomerationsgemeinden (Köniz, Muri, Ostermundigen, Ittigen, Bolligen, Zollikofen), womit eine Agglomeration mit etwa 350'000 Einwohnern besteht.

Bevölkerung

Ende Dezember 2005 bewohnten 127'421 Einwohner die Stadt, davon waren 27'135 oder 21,3 Prozent ausländische Staatsangehörige.

Sprachen

Die Amts- und Schriftsprache ist Deutsch. Gesprochen wird Berndeutsch, ein hochalemannischer Dialekt, eine lokale Variante der schweizerdeutschen Mundart.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeichnete sich Bern durch eine starke soziale Sprachgliederung aus: Die patrizische Oberschicht sprach das gehobene Patrizier-Berndeutsch, die alteingesessene Bürgerschaft das altertümliche Stadtberndeutsch, die Unterschicht im Mattequartier das sogenannte Mattenenglisch und die Zugewanderten sprachen Landberndeutsch.

Religionen und Konfessionen

41 Prozent der Berner sind evangelisch-reformiert, 25 Prozent römisch-katholisch (2005), etwa 3,8 Prozent sind Muslime und etwa 1,5 Prozent christlich-orthodox (2000). Bern ist Sitz des christkatholischen Bischofs der Schweiz, und die Synagoge Bern ist Mittelpunkt einer jüdischen Gemeinde, die heute ungefähr 340 Mitglieder hat.

Textquelle: Artikel Bern. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. November 2007, 17:27 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 1. Dezember 2007, 23:26 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
  • Kommentar
  • Versenden