Stadt

Tirana

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Sehenswürdigkeiten von Tirana

Stadtbild

Das Stadtbild ist teilweise orientalisch, teilweise aus der Zwischenkriegszeit italienisch, zum größten Teil aber durch Plattenbauten, neue Appartmenthäuser und illegale Siedlungen geprägt. Die Fassaden ganzer Straßenzüge in der Innenstadt wurden in den letzten Jahren in schrillen Farben und wilden Mustern neu gestaltet. Durch diese "Mal-Aktionen" des Bürgermeisters und Künstlers Rama wurde die kommunistische Tristesse, die manchem Plattenbau und vielen unverputzten Häusern anhing, gemildert.

Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Skanderbeg-Platz, der vom Historisch-Nationalen Museum, dem Tirana International Hotel, der Nationaloper, der Et’hem-Bey-Moschee, dem Uhrturm, vier Ministerien und der Bank von Albanien umkreist wird (von Norden im Uhrzeigersinn drehend).

Vom Skanderbeg-Platz aus gehen die wichtigsten Straßen der Stadt sternförmig in allen Richtungen ab. Der Bulevardi Dëshmorët e Kombit ist die zentrale Achse und führt in südlicher Richtung an der Nationalen Kunstgalerie, dem Hotel Dajti, an der Pyramide von Hoxha, am Kongresspalast, den Twin Towers, dem Ministerrat und dem Präsidialamt vorbei bis zum Platz Sheshi Nënë Tereza mit der Universität, der Polytechnischen Universität und der Kunstakademie sowie dem etwas zurückversetzten Qemal-Stafa-Stadion. Hinter diesen Gebäuden befindet sich außerdem das Sheraton Hotel am Fuße des kleinen Hügels, worauf sich der "Große Park" (Parku i madh) befindet.

Das Parlamentsgebäude befindet sich östlich vom Boulevard hinter dem Hauptsitz der Demokratischen Partei. Gleich südlich der Lana liegt das Vergnügungsviertel Blloku, das sich gegenüber des Parku Rinia ("Park der Jugend") befindet.

Der Blloku mit zahlreichen Cafés, Restaurants und Läden ist ein altes Villenviertel, das vor der demokratischen Wende nur von den höheren Führungspolitikern bewohnt wurde, unter anderem von Enver Hoxha. In den letzten Jahren entstanden hier wie in ganz Tirana viele Hochhäuser.

Weiter westlich liegt der Stadtbezirk Komuna e Parisit mit vielen im 21. Jahrhundert erbauten Hochhäusern und dem Selman-Stërmasi-Stadion.

Neben zahlreichen Grünanlagen im Stadtzentrum lädt der Parku i madh im Süden der Stadt zum Verweilen ein. Er grenzt an den kleinen Stausee, neben dem sich auch das städtische Schwimmbad befindet. In früheren Zeiten befand sich im Park die orthodoxe Kirche von Shën Prokopi. Die atheistischen Kommunisten erließen 1967 ein totales Religionsverbot – am Ort der Kirche wurde ein Restaurant erbaut. Nach der Einführung der Demokratie wurde das Gebäude wieder in eine Kirche umfunktioniert.

Östlich des Boulevards am Nordufer der Lana befindet sich die katholische Kathedrale Shën Palli (St. Paul). Weiter östlich befindet sich eine alte osmanische Steinbrücke, die ursprünglich über die Lana führte (Ura e Tabakëve). Nordwestlich des Skanderbeg-Platzes befindet sich der Sheshi Zogu i Zi, wo die Hauptstraße nach Vora und Kamza beginnt.

Im ganz äußersten südwestlichen Zipfel der Stadt befindet sich der Stadtteil Kombinati, ein ehemals großes Industriegebiet mit vielen Fabriken und Gewerbebetrieben und vielen Wohnhäusern für die Arbeiter.

Bauwerke

Das Wahrzeichen der Stadt ist das Skanderbeg-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz. Berühmt ist außerdem die Et’hem-Bey-Moschee (1794-1821) sowie der 35 Meter hohe Uhrturm Kulla e Sahatit von 1830 gleich daneben. Andere Überreste aus osmanischer Zeit sind rar. Erhalten blieben lediglich die Türbe von Dervish Hatixhe , die alte Steinbrücke Ura e Tabakavë aus dem 18. Jahrhundert und die Mauern der Burg, die zum Teil sogar aus justinianischer Zeit stammt.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Tirana zählt die in der frühbyzantinischen Zeit errichtete Festung Petrela an der Straße nach Elbasan.

In den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden das Hauptgebäude der Universität und ein Ensemble mit Verwaltungsgebäuden im Stil des italienischen Faschismus errichtet. Die ebenfalls in dieser Zeit errichteten schönen Stadtvillen mussten in den letzten Jahren zum großen Teil modernen Hochhausbauten weichen. Baugrund ist in der Innenstadt von Tirana knapp und teuer.

In Form einer Pyramide und genau so genannt befindet sich südlich der Lana ein Überrest aus kommunistischer Zeit. Das Gebäude wurde 1988 als Museum eröffnet, das dem kommunistischen Führer geweiht war. Eine Tochter des Diktators Hoxha ließ die Pyramide planen und errichten. Heute wird das Gebäude für Konferenzen und Messen genutzt.

Museen, Galerien und kulturelle Zentren

Tirana ist der Standort der bedeutendsten und wichtigsten nationalen Museen, Kunstgalerien und internationalen Zentren des Landes. Unter zahlreichen kulturellen Gebäuden sind der Kongresspalast und der Kulturpalast, in dem sich das staatliche Opern- und Balletttheater, sowie die Nationale Bibliothek befindet. Zentral gelegen sind auch das Historisch-Nationale Museum, das Archäologische Museum, das Internationale Zentrum für albanische Archäologie , die Nationale Kunstgalerie, das Zentrum der internationalen Kultur, die Ausstellung der Volkskultur und das Museum der Naturwissenschaften.

Textquelle: Seite „Tirana“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Dezember 2010, 10:44 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 28. Dezember 2010, 17:56 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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