Stadt

Annaba

Flagge

Portrait

Annaba, Strand "la courbe"
Sandervalya, CC|by-sa|3.0|deed

Annaba, Strand "la courbe"

Annaba (arab.: ‏عنابة‎, DMG ʿAnnaba) – in der Antike unter den Numidern: Hippo, später: Hippo Regius; arab.: Beleb el-Anab; frz. (1830–1962): Bône – ist eine Küstenstadt am Mittelmeer im äußersten Nordosten Algeriens mit etwa 207.617 Einwohnern (Stand: 2008). Sie liegt in der gleichnamigen Provinz Annaba, deren Hauptstadt sie ist, nahe der Grenze zu Tunesien.

2004 waren an der Universität von Annaba etwa 40.000 Studenten immatrikuliert. Die Stadt verfügt über einen internationalen Flughafen (IATA-Code: AAE).

Geschichte

Hippo (phönik.: Ippo = „Festung“; spätlat.: Hippona; unter den Numidern: Hippo Regius), wurde von Phönikern aus Tyros vermutlich um 1200 v. Chr. als Handelsniederlassung gegründet. Zur Zeit des 1. Punischen Krieges eroberte der Massylierherrscher Gala diese Kolonie, sein Sohn Masinissa machte sie 201 bis 149 v. Chr. zur Residenz der Numiderkönige (daher ihr Beiname Regius). 46 v. Chr. wurde Hippo Regius von den Römern eingenommen und bekam später den Rechtsstatus einer Kolonie. Der Handel in Hippo war ein äußerst blühender; von hier (und Karthago) bezog Rom seine meisten afrikanischen Produkte. Der bis heute berühmteste Einwohner der Stadt war der heilige Augustinus, der von 396 bis 430 Bischof von Hippo war. Der Bischofssitz hatte überregionale Bedeutung, von 393 bis 401 fanden hier zahlreiche kirchliche Konzilien und Synoden statt. Im Jahre 431 wurde die Stadt nach einer 18-monatigen Belagerung von den Vandalen unter Geiserich eingenommen und war anschließend bis zur Eroberung Karthagos acht Jahre lang Hauptstadt des vandalischen Reiches. Nach dem Zusammenbruch des Vandalenreiches wurde Hippo 534 dem Oströmischen Reich angegliedert. 647 drangen muslimische Araber erobernd in diese oströmische Provinz ein, erstürmten die Stadt und zerstörten sie bis auf die Grundmauern.

Im 11. Jahrhundert gründeten die Araber einige Kilometer von den Ruinen des antiken Stadtzentrums entfernt die Stadt Beleb el-Anab, die sich zum heutigen Annaba entwickelte. 1830 kam die Stadt als Bône unter französische Herrschaft. Französische Ausgrabungen haben in Hippo einige sehenswerte Ruinen ans Licht gebracht, darunter auch eine frühchristliche Basilika, die als Bischofskirche des hl. Augustinus angesprochen wird. Nach dem Algerienkrieg 1962 musste die bis dahin recht zahlreiche europäische Bevölkerung (meist Franzosen, Italiener und Malteser) Bône verlassen.

Textquelle: Seite „Annaba“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. November 2009, 13:54 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 21. November 2009, 16:39 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
  • Kommentar
  • Versenden