Stadt

Conakry

Flagge

Portrait

Conakry (ehemals Konakry) ist die Hauptstadt Guineas (ehemals Französisch Guinea). Die Einwohnerzahl liegt bei 1.871.185 (Stand 1. Januar 2005), damit ist Conakry die größte Stadt des Landes.

Geographie

Die Stadt Conakry entstand aus einer kleinen Fischersiedlung auf der Insel Tumbo, die vor der Halbinsel Kaloum im Westen Guineas im atlantischen Ozean lag. Mit zunehmender Bedeutung als Sitz der Verwaltung der Kolonie Rivières du Sud entwickelte sich der Ort auch zu einem wichtigen Handelsplatz. Durch Aufschüttungen wurde schließlich Tumbo an die Halbinsel und somit auch an das Festland angeschlossen.

Anfang des 20. Jahrhunderts war Conakry eine prächtige Stadt mit Sandstränden und Uferpromenaden und baumbestandenen Boulevards. Man bezeichnete es damals oft als das „Paris Afrikas“ oder auch als „Petit Marseille“.

Auch heute befindet sich das schachbrettartig angelegte Zentrum immer noch an der Spitze der 30 km langen Halbinsel Kaloum.

Klima

Das Klima in Conakry ist ausgesprochen warm. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 26,6 °C und es ist ganzjährig zwischen 25 und 30 °C. Die Niederschlagsmenge beträgt 4296 mm pro Jahr. Die Trockenzeit dauert von November bis Mai.

Geschichte

Im Jahr 1887 wurde Conakry, damals noch ein Fischerdorf, von Frankreich besetzt und zur Stadt ausgebaut.

Conakry ist seit 1890 Hauptstadt von Französisch-Guinea, heute der Republik Guinea.

Sehenswürdigkeiten

* Das Nationalmuseum („Musée National“) zeigt Kunstobjekte, vor allem Masken, aus dem ganzen Land.
* Die Faysal-Moschee, Ende der siebziger Jahre erbaut, gilt als die größte Moschee in Schwarzafrika.
* Im Mausoleum Camayenne, sind wichtige Persönlichkeiten Guineas begraben so z. B. Sékou Touré und Samory Touré .
* Der Volkspalast (Palais du Peuple) dient kulturellen Zwecken (Ausstellungen, Kongresse) und ist Sitz des Parlamentes.

Außerdem gibt es einen botanischen Garten.

Nur wenige Kilometer vor der Küste liegen die Los-Inseln („Iles de Los“) mit herrlichen palmengesäumten Sandstränden. Auf zwei dieser Inseln wurde bis in die 1960er Jahre Bauxit abgebaut.

Wirtschaft

Conakry ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Stadt besitzt einen internationalen Flughafen und einen bedeutenden Hafen am Atlantik. Unter anderem werden Bananen, Eisenerz und Bauxit verschifft. Der Hafenumschlag betrug 1997 3.739.463 Tonnen, seit dem Ausbau des Hafens Anfang der neunziger Jahre für Containerschiffe der zweiten Generation nimmt auch der Containerumschlag beständig zu.

Seit 1999 wird ein weiterer Ausbau der Hafenanlagen geplant, deren Realisierung ab 2007 vorgesehen ist. In einer ersten Phase ist die Erweiterung des bestehenden Container-Terminals durch den Bau eines 225 Meter langen Kais sowie die Realisierung einer ca. 9,5 ha großen Containerlagerfläche vorgesehen. In einer zweiten Phase soll in der östlichen Hafenzone eine ca. 30 ha große Lagerfläche in einem Wattgebiet gewonnen und ein 250 m langer Kai für Stückgutschiffe gebaut werden.

Die Stadt galt einst als Perle Afrikas, ist jedoch seit der Unabhängigkeit Guineas stark gewachsen. In den letzten Jahren ist allerdings bemerkbar, dass im Immobiliensektor stark investiert wird.

Bildung

Seit 1963 gibt es eine staatliche Universität in Conakry, die „Université Gamal Abdel Nasser de Conakry“. 1999 wurde mit der „Université Kofi Annan de Guinée“ die erste Privatuniversität eröffnet.

Textquelle: Artikel Conakry. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. Dezember 2007, 13:56 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 15. Dezember 2007, 23:52 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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