Stadt

Asmara

Flagge

Portrait

Asmara (Tigré für in Frieden leben) ist die Hauptstadt von Eritrea und hat etwa 579.000 Einwohner.

Die heutige Großstadt war bis in die 1880er ein kleines Dorf und wurde damals - unter Kaiser Johannes IV. und Ras Alula - Hauptstadt der äthiopischen Provinz Hamasen. 1889 wurde es von den Italienern besetzt, die es 1900 anstelle von Massawa zur Hauptstadt der italienischen Kolonie Eritrea machten. Nach der Besatzung Äthiopiens verlor Asmara ihre Rolle als Hauptstadt ihres Landes und übernahm erst 1993, mit der Unabhängigkeit Eritreas, ihr Amt wieder.

Stadtbau

Ihr heutiger Stadtbau ist immer noch der, der der Stadt durch die Italiener in den 30er Jahren verliehen wurde: auf den Schleusendeckeln ist die Aufschrift "Comune di Asmara - Fognature" (Gemeinde Asmara - Abwassernetz) noch lesbar; die Bars und die vielen öffentlichen Lokale tragen noch Schilder auf Italienisch (nicht immer richtig): Bar Vittoria, Ristorante Roma, Cinema Impero, Pasticceria Moderna: die Leute, besonders die Älteren, sprechen noch sehr gut Italienisch und in der Alltagssprache sind viele italienische Ausdrucksformen wie Andiamo! (Lasst uns gehen!) oder E allora? (Na und?) geläufig. Viele Gebäude, die die Italiener in der Kolonialzeit aufgebaut haben, sind noch vorhanden. Die meisten werden von einem unverwechselbaren Baustil geprägt, der teils futuristisch und teils rationalistisch ist und der noch den Charme der Stadt bezeichnet. Asmara verfügte in der italienischen Kolonialzeit über einen Bahnhof (1911 eröffnet) auf der Eritreischen Eisenbahn, der die Hauptstadt der damaligen italienischen Kolonie mit dem Hafenstadt Massawa und den anderen wichtigen Städten Keren, Agordat und Biscia verband. In den 70er Jahren stillgelegt, wurde die Strecke zwischen Asmara und Massawa 2003 wieder in Betrieb genommen.

Textquelle: Artikel Asmara. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. Mai 2007, 09:16 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 9. Mai 2007, 22:18 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
  • Kommentar
  • Versenden