Wappen

Tallinn

Flagge
Tallinn

Portrait

Tallinn (amtlich bis zum 24. Februar 1918 Reval [ˈʀeval], ein im deutschsprachigen Raum auch danach noch gebräuchlicher Name; andere ältere Namen: russisch Ревель = Rewel und vormals Колывань = Kolywan, dänisch Lyndanisse, schwedisch Lindanäs) ist die Hauptstadt von Estland. Sie liegt am Finnischen Meerbusen der Ostsee, etwa 80 Kilometer südlich von Helsinki.

Der Name Tallinn, den die Stadt seit der Eroberung durch den dänischen König Waldemar 1219 im Estnischen trägt, wird üblicherweise von „Taani-linn(a)“ (Dänische Stadt oder Dänische Burg, lateinisch: Castrum Danorum) abgeleitet.

Stadtbild und Architektur

Die Tallinner Altstadt wurde 1997 zur Liste des UNESCO-Weltkulturerbe hinzugefügt als „außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen nordeuropäischen Handelsstadt“.

Unterstadt

Das Zentrum bildet der Rathausplatz (estn.: Raekoja plats), der von dem 1322 erstmals erwähnten, aber schon im 13. Jh. errichteten gotischen Rathaus und anderen stattlichen Gebäuden umschlossen wird. Von der öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform des Rathauses bietet sich ein hervorragender Blick über Stadt, Hafen und Meerbusen. Das Wahrzeichen Tallinns – die Figur des Stadtknechts „Alter Thomas“ (estn.: Vana Toomas) – schmückt seit 1530 die Turmspitze. Die beiden Wasserspeier in Drachengestalt sind aus dem 17. Jh.

Gegenüber befindet sich die Ratsapotheke (estn.: Raeapteek). Sie wurde 1422 erstmals urkundlich erwähnt und ist damit eine der beiden ältesten noch tätigen Apotheken Europas (die andere ist in Dubrovnik). Nach Umbauten im 16. Jh. mietete die aus Ungarn stammende Familie Johann Burchart die Apotheke und führte sie über 300 Jahre.

Die Stadtmauer ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im Mittelalter war Tallinn eine der am besten befestigten Städte an der Ostsee. Mit dem Bau der Befestigungen wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jh. begonnen und dauerte die folgenden 300 Jahre an. Da die Waffen ständig schlagkräftiger wurden, musste fortwährend nachgebessert werden. Die fertige Mauer war schließlich 2,35 km lang, 13–16 m hoch und 2–3 m dick und hatte über 40 Türme. Heute stehen noch 1,85 km Mauer und 26 Türme. Die Lehmpforte war eines der Haupttore des mittelalterlichen Tallinn, das mehrfach umgebaut wurde. Von ihm ist heute nur noch das Vortor erhalten. Die Stadtmauer hatte im Mittelalter sechs Tore (Pforten), alle hatten ein bis zwei Vortore, Hängebrücken über den Wallgraben und Fallgitter. Die Große Strandpforte mit der „Dicken Margarethe“. Als die Große Strandpforte gebaut wurde, stand sie so nah am Ufer, dass bei Sturm die Wellen ans Tor schwappten. Erhalten ist das Vortor mit dem Kanonenturm Dicke Margarete, dessen Durchmesser 25 m beträgt. Heute beherbergt er das estnische Seefahrtsmuseum, das einen Überblick über die Geschichte der Seefahrt und Fischerei gibt.

Sehenswert ist der Kiek in de Kök, ein ehemaliger Kanonenturm aus dem 15. Jahrhundert, der seinerzeit der stärkste Kanonenturm des Baltikums war.

Die St.Nikolaikirche (estn.: Niguliste kirik), eine spätgotische Steinkirche, entstammt dem Anfang des 13. Jh.. Nennenswert sind der Hauptaltar vom Lübecker Meister Hermen Rode aus dem Jahre 1481 und das Fragment des Totentanzes vom Lübecker Meister Bernt Notke. Sie ist ein Beispiel der im 13. Jahrhundert verbreiteten „Kaufmannskirchen“ (der Dachstuhl der Kirche diente als Warenlager). Zudem diente sie als Wehrkirche. Ab dem 15. Jh. wurde sie zur Basilika umgebaut. Sie überstand als einzige Kirche den Bildersturm der Reformationszeit, weil, wie es heißt, der Kirchenvorsteher die Türschlösser mit Blei ausgießen ließ. Nach schwerer Zerstörung durch einen Bombenangriff im Jahre 1944 ist die Kirche heute Museum und Konzertsaal.

Die Heiliggeistkirche (estn.: Pühavaimu kirik), im 14. Jh. als Kapelle zum Heiligengeist-Armenspital hinzu gebaut mit zwei Funktionen: Kirche des Armenhauses und Ratskapelle. Sie besitzt einen spätmittelalterlichen Flügelaltar des Lübecker Meisters Bernt Notke aus dem 15. Jahrhundert, und eine Uhr aus dem 17. Jahrhundert, angefertigt vom Meister Christian Ackermann.

Die Olaikirche (estn.: Oleviste kirik), benannt nach dem norwegischen König Olaf II., der die Christianisierung Nordeuropas betrieb, wurde im 13. Jh. erstmals urkundlich erwähnt. Der Turm kann bestiegen werden und bietet eine hervorragende Aussicht über die gesamte Stadt.

Das Haus der Schwarzenhäupterbruderschaft: Diese Bruderschaft gab es nur in Alt-Livland (Estland und Lettland), sie war einzigartig in Europa. Sie vereinte unverheiratete deutschstämmige Kaufleute. Nach der Aufnahme in die Gilde führte deren Karriere die erfolgreichsten in den Rat der Stadt. Der Name kommt von ihrem Schutzheiligen, dem frühchristlichen Märtyrer Mauritius. Die Bruderschaft bestand von ca. 1400 bis 1940 in Tallinn und ist seitdem in Deutschland weiter aktiv. Die Fassade des Hauses ist im Stile der Niederländischen Renaissance des 16. Jh. gehalten. Auf Höhe des Erdgeschosses befinden sich die Wappen der Hansekontore Brügge, Nowgorod, London und Bergen. Die russischen Zaren Peter I., Paul und Alexander I. waren Ehrenmitglieder der Bruderschaft und haben dieses Haus besucht.

Am nördlichen Rand der Altstadt von Tallinn steht neben dem Wehrturm „Dicke Margarete“ die am 28. September 1996, exakt zwei Jahre nach dem Unglück, von Bildhauer Villu Jaanisoo aus Stahl und schwarzem Granit fertiggestellte Skulptur Katkenud liin (Unterbrochene Linie). Sie ist dem Gedenken an den Untergang des Fährschiffs „Estonia“ gewidmet, der aufgrund einer ungenügend geschlossenen Ladeklappe erfolgte und hunderte Menschen das Leben gekostet hat. Eine „Wasserstraße“ führt in einem weiten Bogen von einer Anhöhe zu einem Abgrund und bricht darüber ab. Weit jenseits der Bruchstelle setzt sich der Bogen fort, und die „Wasserstraße“ stürzt in das Erdreich hinein. Unter der unteren Abbruchstelle ruht eine schwarze Granitplatte, auf der die Namen der Ertrunkenen verzeichnet sind. Die Angehörigen legen hier und auf dem darüber stehenden Bogen Blumen, Kränze und Windlichter nieder.

Domberg 

Von der mittelalterlichen Burg auf dem Domberg (estn. Toompea loss) sind nur noch die nördliche und westliche Mauer sowie drei Türme erhalten, darunter der Lange Hermann (estn.: Pikk Hermann), gebaut im 14. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurde er noch einmal um 10m auf 50 m erhöht. Im Mittelalter wurde er unter anderem als Gefängnis genutzt. Nach der Loslösung vom Zarenreich im Jahr 1918 wurde am Turm erstmals die blau-schwarz-weiße Fahne gehisst, die 1940 im Zuge der sowjetischen Okkupation durch eine rote ersetzt wurde. 1989 wurde die estnische Flagge dort wieder aufgezogen und das geschieht heute täglich bei Sonnenaufgang; geht die Sonne unter, wird sie wieder eingeholt.

Daneben befindet sich das repräsentative Schloss, dessen wesentliche Umbauten im 18. Jahrhundert von der russischen Zarin Katharina II. veranlasst wurden. Heute ist es Sitz von Parlament und Regierung.

Die Domkirche liegt am Kirchplatz, an dem sich acht historische Straßen kreuzen, sie ist der Heiligen Jungfrau Maria gewidmet. Mit dem Bau wurde im 13. Jh. begonnen, sie ist somit eine der ältesten Kirchen der Stadt. Später im 14. Jh. wurde sie nach dem Vorbild der gotländischen Kirchen in eine dreischiffige Basilika im gotischen Stil umgebaut. Die Tallinner Gotik ist die so genannte Kalksteingotik. Im Brand 1684 trug die Kirche schwere Schäden davon. Der Großteil der Einrichtung wurde vernichtet. Das neue Interieur ist barock. 107 Wappenepitaphe estländischer Adliger sind erhalten, ebenso viele Grabdenkmäler bekannter Persönlichkeiten: von Pontus de la Gardie, dem Heerführer der Schweden im Livländischen Krieg, von dem bekannten Admiral, dem Weltumsegler und Entdecker Adam Johann von Krusenstern; von dem schottischen Admiral Samuel Greigh, der für Katharina II. viele Siege errang und andere mehr. Es gibt zwei Familienlogen aus dem 18. Jh., eine der Familie von Patkul und eine der Familie von Manteuffel. Die vorhandene Ladegast-Orgel wurde in der Werkstatt des Berliner Meisters Sauer perfektioniert. Die Domkirche ist heute eine lutherische Kirche mit einer 600-köpfigen Gemeinde.

Die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale (estn.: Aleksander Nevski katedraal) mit ihren weithin sichtbaren Zwiebeltürmen, 1894–1900 als Sinnbild der Russifizierung Estlands erbaut. Daher konnte sich die estnische Bevölkerung längere Zeit kaum über dieses dominante „fremde“ Bauwerk freuen, inzwischen ist sie ein weiterer touristischer Anziehungspunkt in der Altstadt.

Neustadt und Vororte

Am Stadtrand befindet sich das Schloss Katharinental (estn. Kadriorg). Revals deutscher Friedhof Ziegelskoppel (estn. Kopli) auf der gleichnamigen Halbinsel nördlich der Altstadt, Schauplatz einiger Erzählungen von Werner Bergengruen und der Friedhof der Grauen, also der estnischen Bevölkerung auf der Fischermai sind keine Sehenswürdigkeiten mehr. Beide wurden in den 1960er Jahren in Parks umgewandelt. Umfassungsmauern und Baumreihen lassen die frühere Nutzung noch erkennen, alle Grabsteine sind aber entfernt worden. Während in der Fischermai (Kalamaja) eine Inschrift an dem kürzlich restaurierten Eingangstor des Friedhofes wieder an die frühere Nutzung erinnert, lässt sich der Friedhof von Ziegelskoppel nur durch einen Vergleich alter und neuer Stadtpläne ausfindig machen.

Im Stadtteil Pirita nordöstlich des Stadtzentrums gibt es einen Jachthafen sowie einen ausgedehnten Sandstrand, der von einem Kiefernwald begrenzt wird. An warmen Sommertagen herrscht dort Partystimmung und der Strand ist deswegen oft sehr voll. Bei Joggern und Inlineskatern ist vor allem die Promenade zwischen Pirita und der Stadtmitte beliebt. Hier steht auch die eindrucksvolle Ruine der Zisterzienser-Abtei St. Brigitten, ein heute dachloses Kirchenschiff vom Ausmaß einer Hauptstadt-Kathedrale, zerstört durch russische Truppen im 16. Jahrhundert. Nebengebäude sind noch als Mauerreste zu erkennen.

Eine idyllische Abwechslung bietet dagegen die dem Festland vorgelagerte Insel Naissaar in der Tallinner Bucht.

Den besten Ausblick auf die Stadt und bei guten Sichtverhältnissen sogar bis zur finnischen Küste bietet der Fernsehturm (estn. Teletorn) mit seiner Aussichtsplattform und einem Restaurant, das derzeit allerdings wegen Sicherheitsmängeln geschlossen ist.

Wirtschaft und Infrastruktur 

Wirtschaft 

Tallinn ist die wirtschaftsstärkste Stadt in Estland. Ca. 60% des estnischen BIP stammen aus Unternehmen in Tallinn. Infolge der Auflösung der UdSSR ging Russland als wichtigster Handelspartner verloren. In der darauf folgenden Privatisierung richtete man die Wirtschaft nach skandinavischem Vorbild ein. Die niedrige Steuerlast und das liberale Wirtschaftsumfeld machen es für Unternehmen attraktiv, in Tallinn anzusiedeln. So findet man in Tallinn Unternehmen wie Nokia, Philips oder Ericsson, auch die kostenlose VoIP-Software Skype ist im Jahr 2003 hier entstanden. In Tallinn befindet sich der größte Bankensektor in den baltischen Staaten. Viele nordeuropäische Banken sind hier aufgrund der gut ausgebildeten Arbeitskräfte und der umfangreich ausgebauten Telekommunikationsstrukur ansässig. Zu nennen sind hier die SEB, Swedbank, Nordea oder Sampo.

Ziele für die Zukunft sind der Ausbau der Bildung- und Forschungsstätten und der Infrastruktur. Außerdem soll die Stadtattraktivität steigen. Das Stadtbild ist heute noch stark von den sowjetischen Einflüssen geprägt.

Verkehr

Tallinn ist ein bedeutender Ostsee-Fährhafen (Verbindungen nach Rostock, Helsinki, Stockholm, Åland und Sankt Petersburg). Der internationale Flughafen Tallinn-Lennart Meri ist nur vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Tallinn liegt an der Europastraße 67 („Via Baltica“) und ist Estlands wichtigster Knotenpunkt des Straßenverkehrs. Das Eisenbahnnetz Estlands in russischer Breitspur ist bescheiden; im internationalen Personenfernverkehr gibt es nur je eine Verbindung nach Moskau und St. Petersburg. Der Verkehr in die anderen Städte Estlands und das benachbarte Lettland wird größtenteils mit Linienbussen abgewickelt. Projektiert ist der Bau der Hochgeschwindigkeitsbahn Rail Baltica.

Die Stadt selbst ist durch den öffentlichen Stadtverkehr mit vier Straßenbahnlinien, dem Oberleitungsbus Tallinn (acht Linien) sowie mehreren Buslinien gut erschlossen. Das nur 39 km lange Straßenbahnnetz ist eines der wenigen europäischen Schienennetze mit Kapspur (1067 mm).

Bildung

Die 1938 gegründete Estnische Akademie der Wissenschaften (Eesti Teaduste Akadeemia) befindet sich in Tallinn.

In der Stadt befinden sich unter anderem folgende Bildungseinrichtungen:

  • Universität Tallinn (TLÜ)
  • Technische Universität Tallinn (TTÜ)
  • Universität Tartu Rechtsinstitut der Universitas Tartuensis
  • Estnische Marineakademie
  • Estnische Musikakademie
  • Estnische Nationalbibliothek (RR)
  • Estnische Kunstakademie
  • Estnische Verteidigungsakademie
  • Estnisches Theologisches Institut der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
  • Estonian Business School (EBS)
  • Deutsches Goethe-Institut Tallinn
  • International University Audentes (IUA)
  • Baltic Film and Media School (BFS)

Kultur

Tallinn wurde im November 2007 neben dem finnischen Turku zu einer der Kulturhauptstädte Europas 2011 ernannt. Unter dem Motto „Geschichten von der Meeresküste“ werden 2011 zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Festivals stattfinden, darunter die „Tallinner Meerestage“, die die Stadt wieder dem Meer näherbringen sollen. Etwa ein Dutzend architektonischer Installationen sollen im Stadtraum errichtet werden.

Theater

Die Nationaloper Estonia (Raahvusooper Estonia) hat ihren Sitz in einem 1947 eröffneten Gebäude, das als Nachfolger des im Krieg zerstörten Originalbaus von 1913 durch die Architekten Alar Kotli und Edgar Johan Kuusik entworfen wurde. Theateraufführungen gibt es im Tallinna Linnateater, das 1965 als Repertoiretheater gegründet wurde und über sieben Bühnen in einem mittelalterlichen Gebäudekomplex sowie eine Außenbühne verfügt. Das Estnische Russische Theater (Eesti Vene Teater) hieß von seiner Gründung 1948 bis 2005 Nationales Russisches Schauspielhaus (Riiklik Vene Draamateater). Außerdem besteht das Estnische Schauspielhaus (Eesti Draamateater).

Museen

Das Estnische Kunstmuseum (Eesti Kunstimuuseum) ist das größte Kunstmuseum der baltischen Staaten und besteht aus mehreren einzelnen Museen, darunter den Sammlungen im vom finnischen Architekten Pekka Vapaavuori errichteten Gebäude des Kumu (Kumu kunstimuuseum) im Stadtteil Kadriorg. Es wurde 2006 eröffnet und hat eine Ausstellungsfläche von 24.000 Quadratmetern, auf denen neben Moderner Kunst auch estnische Malerei ab dem achtzehnten Jahrhundert ausgestellt wird. Das Museum wurde 2008 mit dem European Museum of the Year Award als „Europäisches Museum des Jahres“ ausgezeichnet.  Das Kadriorg-Kunstmuseum (Kadrioru kunstimuuseum) zeigt westeuropäische und russische Malerei und Skulpturen vom 16. bis 20. Jahrhundert, darunter im zugehörigen Mikkel-Museum (Mikkeli muuseum) die Sammlung Johannes Mikkels. Das Niguliste-Museum (Niguliste muuseum) befindet sich in der Nikolaikirche (Niguliste kirik) und ist mittelalterlicher Kunst gewidmet. Weiter zeigen das Adamson-Eric-Museum (Adamson-Ericu muuseum) Werke des Künstlers Adamson-Eric und das Kristjan-Raud-Hausmuseum (Kristjan Raua majamuuseum) Arbeiten Kristjan Rauds.

Musik

Tallinn ist Sitz des Eesti Riiklik Sümfooniaorkester, des Nationalen Symphonieorchesters Estlands. Der Eurovision Song Contest 2002 fand in Tallinn statt, nachdem Tanel Padar, Dave Benton und 2XL mit einem gemeinsamen Titel bei der Ausgabe 2001 für Estland gewonnen hatten.

Sport

Während der Olympischen Spiele 1980 in Moskau wurden die Segelwettbewerbe vor Tallinn ausgetragen. Einige Einrichtungen, wie die Linnahall, das olympische Hotel, die Post und auch das Segelsportzentrum im Stadtteil Pirita wurden für dieses Ereignis gebaut.

Zu den ehemaligen olympischen Anlagen in Pirita (zehn Busminuten vom Stadtzentrum Tallinn) gehört der Jachthafen mit guter Infrastruktur für Fahrtensegler.

Zu den erfolgreichsten Fußballvereinen nach der Unabhängigkeit zählen FC Flora Tallinn und FC Levadia Tallinn. Flora spielt in der 2001 eröffneten, 9.692 Zuschauer fassenden A. Le Coq Arena, die auch der Nationalmannschaft als Heimspielstätte dient. Levadias Kadrioru staadion wurde 1926 eröffnet und fasst 4.750 Zuschauer. Größtes Stadion ist das 1956 erbaute Kalevi Keskstaadion mit 12.000 Plätzen.

Die 2001 eröffnete Saku Suurhall ist eine auch für Sportveranstaltungen genutzte Halle mit 10.000 Plätzen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Februar finden Tage der Barockmusik statt, im April das Jazzfestival Jazzkaar, im Juni Altstadt- und Johannisfest und ein Tanzfestival im August. Das FIlmfestival der Schwarzen Nächte wird im November und Dezember ausgetragen. Außerdem gibt es jedes Frühjahr eine Skateboard-Veranstaltung für professionelle Skateboarder, die Simpel Session, die in der Saku Suurhall stattfindet.

Kulinarische Spezialitäten und Gastronomie

Die Altstadt von Tallinn bietet viele Restaurants wie auch Biergärten an. Im Sommer kann man in den verkehrsfreien Gassen draußen essen.

Textquelle: Seite „Tallinn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. April 2011, 13:25 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 27. April 2011, 15:42 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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