Stadt

Eriwan

Flagge

Portrait

Eriwan mit Berg Ararat im Hintergrund
Mcschreck CC|by-sa|2.0|de

Eriwan mit Berg Ararat im Hintergrund

Eriwan liegt 950 bis 1.300 Meter über dem Meeresspiegel an den Ufern des Hrasdan, einem Zufluss des Arax, in einem pittoresken hufeisenförmigen Talkessel, der von drei Seiten von Bergen umgeben ist.

Klima

Das Klima Eriwans ist ausgeprägt kontinental mit einem trockenen, heißen Sommer und einem verhältnismäßig kalten kurzen Winter. Das Temperaturmittel beträgt 11,6 °C und die Niederschlagsmenge ist gering und beträgt jährlich etwa 304 Millimeter.

Wirtschaft und Verkehr

Eriwan, Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Provinznest des zaristischen Russland, ist die Hauptstadt Armeniens geworden, wo neben einer Entwicklung der Industrie ein Aufschwung des Bildungswesens, der Forschung und der Nationalkultur zu verzeichnen war. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich die Einwohnerzahl beinahe verdreizehnfacht.

In der Stadt entstanden Betriebe der elektrotechnischen, chemischen, Metall-, Textil-, Maschinenbau-, Leicht- und Nahrungsmittelindustrie (unter anderem die Yerevan Brandy Company). Eriwan ist zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes mit Straßen, Eisenbahn, der Metro Eriwan und dem Flughafen Eriwan geworden. Ergänzt wird die Metro durch den Oberleitungsbus Eriwan. In der Stadt sitzt die Staatliche Universität Eriwan sowie eine Anzahl weiterer Forschungsstätten, Hoch- und Fachschulen. Eriwan ist Mittelpunkt des armenischen Finanzsektors, alle kommerziellen Banken, die Zentralbank der Republik Armenien und die Armenische Börse haben hier ihren Sitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Von den mittelalterlichen Bauwerken sind von besonderem Interesse die im 13. Jahrhundert entstandene Kreuzkuppelkirche Katogike aus Tuff und die zwischen 1691 und 1705 erbaute Sorawar-Kirche mit acht Apsiden. Auf dem Hügel Arin-Berd befinden sich Reste der Urartu-Festung Erebuni, die König Argischti I. 782 v. Chr. erbauen ließ.

Im Historischen Museum, im Museum für Volkskunst und in der Gemäldegalerie, die über 14.000 Werke zählt, sowie in den vielen anderen Museen der Stadt gewinnt man einen Einblick in die Geschichte, Literatur und Kunst des armenischen Volkes.

In Eriwan befindet sich auch die berühmte Aufbewahrungsstätte alter Handschriften und Miniaturen Armeniens und anderer Länder: Matenadaran, wo etwa 13.000 einmalige armenische Handschriften auf Pergament und Papier, über 100.000 alte Archivalien sowie umfangreiche Sammlungen von Wiegendrucken aus verschiedenen Wissensbereichen aufbewahrt werden.

In der armenischen Hauptstadt befindet sich außerdem der Ort Tsitsernakaberd; dort sind dunkelgraue Basaltquader schützend um eine ewige Flamme errichtet in Gedenken an die rund 1,5 Millionen Armenier, welche in den Jahren 1915 und 1916 auf Befehl der jungtürkischen Regierung des Osmanischen Reiches umgebracht wurden (siehe Völkermord an den Armeniern).

Seit 2004 findet jährlich das Filmfestival „Goldene Aprikose“ statt. Die meisten Filme werden im Lichtspielhaus „Moskau“ gezeigt, das in den 1930ern gebaut wurde.

Höchstes Bauwerk ist der Fernsehturm.

Textquelle: Seite „Eriwan“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. August 2009, 12:08 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 14. Oktober 2009, 19:24 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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