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Astana

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Astana

Portrait

Astana (kasachisch Астана; wörtlich übersetzt Hauptstadt) ist seit 1997 die Hauptstadt Kasachstans. Bis 1997 war die Stadt im Herzen Kasachstans nicht sehr bedeutend, bis sie vom kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew zur Hauptstadt erklärt wurde. Die Einwohnerzahl beträgt 571.000 (Stand 1. Januar 2007).

Geografische Lage Astanas

Astana liegt in einer großräumigen Steppenlandschaft im Übergangsbereich zwischen dem russisch geprägten Norden Kasachstans und dem extrem dünn besiedelten Landeszentrum am Fluss Ischim. Die älteren Stadtviertel liegen nördlich des Flusses, während die neuen Stadtviertel vor allem südlich des Ischim angelegt wurden.

Stadtgliederung Astanas

Astana kann geografisch in verschiedene Gebiete eingeteilt werden. Nördlich der Eisenbahn, welche Astanas Norden in ost-westlicher Richtung durchquert, befinden sich Industrie- und ärmere Wohnviertel. Zwischen der Eisenbahnlinie und dem Fluss Ischim befindet sich die Innenstadt, in der zur Zeit eine rege Bautätigkeit herrscht. Westlich und östlich davon schließen sich gehobenere Wohnviertel an. Südlich des Ischim befinden sich Parks und das neue Regierungsviertel.

Hier sind ebenfalls viele große Bauprojekte in Arbeit, so zum Beispiel der Bau eines Diplomatenviertels, verschiedener Regierungsgebäude und einer repräsentativen Uferpromenade. Bis 2030 sollen diese Stadtteile vollendet sein. Astanas Chefplaner, Wladimir Laptew, will ein Berlin in eurasischer Version erbauen. Gelegentlich wird auch eine Parallele zu Ankara gezogen, welches nach Gründung der modernen Türkei Hauptstadt wurde. Eine reine Verwaltungs-Hauptstadt wie Brasília oder Canberra ist nicht das Ziel der Stadtplaner.

Das Klima Astanas

Astana wird von Kontinentalklima geprägt - es gibt kaum eine Stadt auf der Welt, die weiter im Landesinneren liegt als Astana. Klimatisch hat Astana den Ruf als eine der zugigsten und kältesten Hauptstädte der Welt, da die Winde aus Nordsibirien besonders im Herbst nahezu ungebremst nach Nordkasachstan gelangen. Im Spätherbst herrschen dort zwischen -35 bis -40 Grad.

Geschichte der Stadt

Die Stadt am Ischim wurde 1824 als russische Festung namens Akmolinsk gegründet. Lange Zeit fungierte sie nur als Fort in der kasachischen Steppe. Die Bedeutung der Stadt wuchs Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts, als Akmolinsk ein Eisenbahnknotenpunkt an der Turksib wurde. Dies führte zu einer ersten wirtschaftlichen Blüte der Stadt, die bis zum Russischen Bürgerkrieg anhielt. Dieser betraf auch das Gebiet des heutigen Nordkasachstan und damit auch Akmolinsk.

Stadterweiterung im 20. Jahrhundert

Als Nikita Chruschtschow in den 50er Jahren ein Mammutprojekt startete, um die nordkasachische Steppe in eine zweite Kornkammer der Sowjetunion zu verwandeln, wurde die Stadt zur Hauptstadt dieser so genannten Neuland-Region (Zelinny Kraj) und 1961 in Zelinograd umbenannt. Der hohe Anteil an russischer Bevölkerung in dieser Gegend, der zu ethnischen Spannungen geführt hat, lässt sich auf den Zuzug von Landarbeitern in dieser Zeit zurückführen. In der Umgebung der Stadt wurden daneben viele Russlanddeutsche angesiedelt, die vorher unter der Herrschaft Josef Stalins deportiert worden waren.

Astana, die Hauptstadt

Als Kasachstan nach dem Zusammenbruch der UdSSR seine Unabhängigkeit erlangte, wurden die Stadt und ihre Region 1991 in Aqmola (zu deutsch "Weißes Grab") umbenannt und 1994 als zukünftige Hauptstadt des wieder unabhängigen Landes nominiert. Als man die Hauptstadt dann 1997 von Almaty dorthin verlegte, wurde die Stadt abermals umbenannt. Der Grund für die Verlegung der Hauptstadt bestand neben der hohen Erdbebengefahr in Almaty vor allem darin, dass die kasachische Regierung unter Nursultan Nasarbajew die russischsprachigen Gebiete im Nordosten des Landes vom zentral gelegenen Astana aus besser kontrollieren konnte. Andererseits wollte sich Präsident Nasarbajew auch von traditionell einflussreichen Kasachen- und Kirgisen-Clans in Alma Ata lösen. Außerdem wurden Astana die besten Entwicklungsmöglichkeiten - resultierend aus möglichen Bebauungsflächen und Verkehrsinfrastruktur - prognostiziert. Seit Astana als Hauptstadt fungiert, erlebt die Stadt ein starkes Bevölkerungswachstum.

Bauwerke Astanas

Alte Gebäude wird man in Astana vergeblich suchen. Astana wird zum einen von Gebäuden der Sowjetzeit geprägt - hier herrscht der Baustil der 1960er und 1970er Jahre vor, andere Stadtviertel sind entweder in den letzten Jahren entstanden oder in den letzten Jahren umgebaut worden. Dies betrifft die Viertel südlich des Ischim, die im Rahmen des Regierungsumzuges entstanden sind.

* modernes Regierungsviertel
* Ischimpromenade
* Hauptmoschee
* Ozeanarium (in einer der am weitesten vom Meer entfernten Hauptstädte)
* Islamzentrum
* Turm des Hotels Intercontinental
* Markthalle
* Römisch-Katholische Kathedrale
* Russisch-Orthodoxe Kathedrale

Textquelle: Artikel Astana. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. April 2007, 21:48 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 9. Mai 2007, 22:11 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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