Stadt

Goma

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Goma ist eine Großstadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo und Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. Die Stadt liegt zwischen dem Vulkan Nyiragongo im Norden und den Ufern des Kivusees im Süden im Ostafrikanischen Grabenbruch (Zentralafrikanischer Graben). Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren durch Bürgerkriegsflüchtlinge stark gestiegen, und liegt heute (2007) bei ca. 500.000 Einwohnern.

Während des Bürgerkrieges und Völkermords im nahe angrenzenden Ruanda 1994 war Goma eines der Hauptziele für Flüchtlinge. Unter diesen waren nebst Zivilisten auch Mittäter des Genozids. Nachdem über eine Million Flüchtlinge die Stadt erreicht hatten, brach in den Lagern eine Cholera-Epidemie aus, die mehrere Tausend Opfer forderte. In den Jahren 1997 und 1998, als der Bürgerkrieg im Kongo nach dem Sturz von Präsident Mobutu Sese Seko eskalierte, eroberten ruandische Regierungstruppen Goma. Im Zuge der Verfolgung von Hutu, die in der Stadt Zuflucht gesucht hatten, töteten sie auch Hunderte Unbeteiligte.

Im Jahre 2002 wurde die Stadt von einem Lavastrom aus dem etwa 14 km entfernten Nyiragongo im Norden zu großen Teilen zerstört. Viele Gebäude gerade im Stadtzentrum sowie der Flughafen Goma International Airport waren betroffen. Von den 3000 m Runway sind bis heute noch fast 1000 m unter einer Lavaschicht begraben, so dass der internationale Verkehr ihn meidet. Rund 250.000 Einwohner der Stadt mussten flüchten. Es gab 147 Todesopfer, viele Flüchtlinge blieben obdachlos oder haben sich Rande der Lavafelder Notunterkünfte gebaut.

Am 15. April 2008 raste nach dem Start vom Flughafen Goma eine Douglas DC-9 mit 79 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern an Bord über das südliche Startbahnende hinaus in das Wohn- und Marktgebiet Birere. Etwa 40 Personen aus dem angrenzenden Siedlungsgebiet kamen ums Leben, mindestens 53 Passagiere und die 6 Besatzungsmitglieder überlebten jedoch. Das Feuer aus dem brennenden Wrack konnte sich aufgrund des starken Regens nicht ausbreiten, Anwohner konnten das Feuer zusätzlich eindämmen.

Zehntausende Menschen flohen Ende Oktober 2008 aufgrund einer Offensive von Tutsi-Rebellen aus der Stadt.

Textquelle: Seite „Goma“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Januar 2009, 05:14 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 25. Januar 2009, 22:46 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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