Stadt

Assisi

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Portrait

Assisi ist eine Stadt mit 27.740 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009) im mittelitalienischen Umbrien in der Nähe der Regionalhauptstadt Perugia. Sie ist Geburtsort des Hl. Franz von Assisi (auch Hl. Franziskus), des Gründers der Minderen Brüder (heute: Franziskaner oder Minoriten) und der Hl. Klara, der Gründerin des Klarissenordens.

Das mittelalterliche Stadtbild mit Stadtmauer und Festungsruine Rocca Maggiore ist noch gut erhalten und wurde im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.

Geschichte

Der Ort (lat. Asisium) wurde von den Römern terrassenförmig auf einem Felsrücken an der Westseite des Monte Subasio errichtet. Aus römischer Zeit finden sich heute noch die Stadtmauern, das Forum (oder Marktplatz Piazza del Comune), ein Theater, ein Amphitheater und der Tempel der Minerva, der später zur Kirche Santa Maria sopra Minerva umgebaut wurde.

Im Jahre 545 wurde der Ort größtenteils von den Ostgoten zerstört, geriet später unter die Herrschaft der Lombarden und wurde danach den Grafen von Spoleto unterstellt.

Im Jahre 1181/1182 wurde hier der Hl. Franz von Assisi geboren.

Im Jahre 1197, drei Jahre nach seiner angeblichen Geburt auf dem Marktplatz von Jesi, wurde der spätere Kaiser Friedrich II. in Assisi getauft.

Das Dorf Castelnuovo wurde zu Assisi eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten

Mit den Kirchen San Francesco und Santa Chiara, den Grabstätten des Hl. Franziskus und der Hl. Klara ist Assisi ein bedeutender Pilgerort des Christentums. Sehenswert ist die franziskanische Einsiedelei Eremo delle Carceri. Auf dem Wege dorthin entspringt die Quelle Fontemaggio, die in römischer Zeit die Stadt mit Trinkwasser versorgt hat.

Die Doppelkirche San Francesco, mit deren Bau 1228 begonnen wurde (in drei Ebenen am westlichen Ende der Stadt errichtet), wurde am 26. September 1997 bei einem schweren Erdbeben stark beschädigt, wobei vier Menschen ums Leben kamen. Die bei dem Erdbeben beschädigten unter anderem von Giotto und Cimabue stammenden Fresken in der Ober- und Unterkirche (um 1300 begonnen) wurden restauriert.

Die Basilika San Francesco gehört wie die anderen franziskanischen Pilgerstätten in Assisi seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der neuere Teil Assisis liegt am Fuß des Berges um die Kathedrale Santa Maria degli Angeli herum, welche die kleine Portiunkula-Kapelle umschließt, in der Franziskus gestorben ist. Santa Maria degli Angeli ist die siebtgrößte Kirche der Welt. In dieser Kirche fand 1986 und 2002 das interreligiöse Weltgebetstreffen statt.

Weitere sehenswerte Gebäude:

  • die Kathedrale San Rufino
  • das Santuario San Damiano (außerhalb der Stadtmauer)
  • die Kirche S. Maria sopra Minerva (an der zentralen Piazza del Comune gelegene Kirche; Fassade: römischer Portikus mit sechs Säulen)
  • die Palazzi Comunali
  • die Pinacoteca Comunale
  • das Oratorio di San Franceso Piccolino
  • Santa Maria Maggiore
  • die Chiesa San Pietro (13. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert renoviert). Rechteckige, typisch romanische Fassade mit drei Rosetten und drei Eingangsportalen.
  • Santa Maria di Rivotorto (2 km unterhalb von Assisi; die 1854 erbaute Kirche wurde über einer - rekonstruierten - Hütte erbaut, in der sich Franziskus um 1208 oder 1209 mit engen Mitstreitern traf und mit ihnen die Ordensregeln festlegte)
Textquelle: Seite „Assisi“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. Februar 2011, 13:09 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 15. März 2011, 16:17 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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