Sandro Botticelli
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Portrait
Alessandro di Mariano Filipepi, besser bekannt als Sandro Botticelli (* 1. März 1445 in Florenz; † 17. Mai 1510 in Florenz) war ein italienischer Maler und Zeichner der Renaissance.
Im Geist der Frührenaissance und des Humanismus malte er, beeinflusst von Masaccio und Antonio del Pollaiuolo, Bilder aus dem Themenbereich der griechischen Mythologie sowie Allegorien mit Gegenwartsbezug. Sein Spätwerk trägt emotional expressive Züge mit Rückbezug auf die Gotik. Einige Elemente seiner Malerei werden später von den Präraffaeliten im 19. Jahrhundert wieder aufgegriffen. Auch der Jugendstil nimmt in Linie und Ornament Anleihen von ihm auf.
Leben und Wirken Sandro Boticelli wurde am 1. März 1445 als Alessandro Mariano Filipepi im florentiner Arbeiterviertel Ognissanti geboren.
In der Folge wurde er gemeinsam mit Leonardo da Vinci Lehrling bei Andrea del Verrocchio. Ab 1458 arbeitete er als Lehrling in der Werkstatt eines seiner Brüder, hier blieb er bis ins Jahr 1464 ehe er für drei Jahre Schüler in der in Prato gelegenen Werkstatt des bedeutenden Künstlers Fra Filippo Lippi wurde. Zwischen 1465 und 1470 fertigte Botticelli eine Reihe von Madonnen Bilder an (darunter die Madonna con Bambino e due angeli, gefertigt zwischen 1468 und 1469). In diesen Werken zeigt sich deutlich die Einflüss seiner Lehrmeister Lippi und Verrocchio.
Botticelli verliess 1467 die Werkstatt Lippis und kehrte nach Florenz in die Werkstatt Verrochios zurück. Hier blieb er bis er 1470 seine eigene Werkstatt eröffnete. Im selben Jahr erhielt er von Tommaso Soderini den Auftrag ein Bild mit der Tapferkeit zu malen um damit die Reihe der Tugenden zu komplettieren. Diese Reihe wurde für das Gericht im Palazzo dei Mercanti gefertigt.
Im Herbst 1481 wurde er gemeinsam mit anderen Künstlern von Papst Sixtus nach Rom berufen, um die neu errichtete Sixtinische Kapelle mit Portraits früherer Päpste zu schmücken.
Wiederholte Kontakte mit den Medici und besondere Förderung durch Lorenzo de Medici gewährten ihm politischen Schutz und schufen ideale Voraussetzungen für die Schaffung zahlreicher Meisterwerke. Als Dank verewigte er die Familie symbolisch-bildnerisch.
Im späteren Leben folgte er den Ideen des Bußpredigers Girolamo Savonarola, einem asketischen Gegner der Medici, unter dessen Einfluss er sogar einige seiner Werke verbrannte.
Werke
Zu seinen bekanntesten Werken zählen: * Adorazione dei Magi („Anbetung der heiligen drei Könige“), ca. 1475, Uffizien
* La Primavera, („Der Frühling“), 1478, Uffizien
* Madonna del Magnificat, zwischen 1480 und 1490, Uffizien
* "Geburt der Venus"(Tempera auf Leinwand), um 1485, Uffizien
* La nascità di Venere („Die Geburt der Venus“), nach 1482, Uffizien
* Die Verleumdung des Apelles, um 1495, Uffizien, Florenz
* Heilige Maria Magdalena, ca. 1496, Fogg Art Museum Cambridge, USA
* Geburt Christi (London, ca. 1500)
* Venere e Marte („Venus und Mars“), ca. 1483, National Gallery (London)
* „Die Göttliche Komödie“ (Zyklus) (Berlin 1482-1503)