Marilyn Monroe

Marilyn Monroe

*01.06.1926 — †05.08.1962
Marilyn Monroe

Portrait

Marilyn Monroe (* 1. Juni 1926 in Los Angeles; † 5. August 1962 in Los Angeles; eigentlich Norma Jean Mortenson) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, die zu den archetypischen Sexsymbolen und Filmikonen des 20. Jahrhunderts gezählt wird.

Karriere

1944-1949

Auf dem Flugplatz ihres ersten Ehemannes wurde Monroe 1944 von dem Armee- und Militärfotografen David Conover an ihrem Arbeitsplatz in einer Rüstungsfabrik als Fotomodell entdeckt. Die ersten Fotos erschienen Mitte 1945 im Magazin der U.S.-Army Yank. Durch den Erfolg der Veröffentlichung ermutigt, nahm sie Unterricht bei der Blue Book Modelling Agency in Hollywood und lernte dort, wie man sich vor einer Kamera bewegt. Ab 1947 war sie weltweit auf den Titelseiten zahlreicher Hochglanz- und Modemagazine zu sehen. 1949 posierte Marilyn Monroe nackt für den Fotografen Tom Kelly. Der Kalender Golden Dreams zeigt Monroe auf rotem Samt und machte sie bis Mitte der 50er Jahre zum populärsten Pin-Up-Girl und zum nationalen Sexsymbol Amerikas. Bereits 1946 erhielt sie einen Einjahres-Vertrag von 20th Century Fox als Nachwuchsschauspielerin. Ab 1948 durfte sie kleinere Filmrollen spielen und nahm Schauspielunterricht am Columbia-Studio bei Natasha Lytess.

1950-1955

Durch ihre wachsende Popularität bekam Marilyn Monroe 1950 gleich mehrere Rollen in Filmen. Neben den sog. B-Movies, Fahrkarte nach Tomahawk, Feuerball und Rechter Haken bekam sie auch kleine Rollen in wichtigen Filmen. Ihre Karriere wurde stark angekurbelt durch Die Marx-Brothers im Theater und als Gangsterliebchen Angela Phinlay in John Hustons Asphalt-Dschungel. In diesem Film erregte Monroe beim Publikum so viel Aufsehen, dass sie von da an immer größere Rollen bekam. Nach dem erfolgreichen Film Alles über Eva hatte Marilyn Monroe sogar ihren einzigen Auftritt bei den Oscar-Verleihungen. Diese Rollen festigten ihren Ruf als Sexbombe. Dem Publikum gefiel dieses Image und Die Marx-Brothers im Theater wurde nochmals in die Kinos gebracht, angekündigt mit dem Hinweis: mit Marilyn Monroe, diesem Mädchen aus Asphalt-Dschungel. Im Oktober 1950 schloss die 20th Century Fox mit ihr einen Siebenjahresvertrag ab. Anfangs erschien Monroe zwar nicht in besseren Rollen, aber ihre Leinwandpräsenz wurde immer mehr ausgeweitet. Die anderen Filmstudios begannen um Marilyn Monroe zu werben. Sie wurde beurlaubt und bekam für die RKO eine starke Nebenrolle in Fritz Langs Clash By Night und spielte darin neben Barbara Stanwyck. Wieder bei der Fox überzeugte sie in der Rolle eines psychopathischen Kindermädchens in Versuchung auf 809 (eine ihrer wenigen ernsten Rollen), neben Richard Widmark. Da das Publikum aber lieber Monroe als Sexbombe sehen wollte, wurden ihr weitere ernsthafte Rollen und Filme nicht mehr angeboten. Aber sie hatte die Chance mit großen Stars in Filmen wie Wir sind gar nicht verheiratet oder Liebling, ich werde jünger zu spielen. Allmählich bekam sie nicht nur Lob wegen ihres Aussehens, sondern zunehmend auch wegen ihres komödiantischen Talents. Sogar ihre Blinddarmoperation machte Schlagzeilen und löste eine Welle von Fanbriefen aus. In dieser Zeit erhielt Monroe regelmäßig ihre ersten Auszeichnungen, wie die Photoplay-Goldmedaille, die sie als den größten Publikumsliebling ehrten. 1952/53 spielte Monroe an der Seite von Joseph Cotten in Henry Hathaways Thriller Niagara ihre erste Hauptrolle und erreichte endgültig den Status als Star. Nachfolgende Komödienrollen, wie die diamantenliebende Lorelei neben Jane Russell in Howard Hawks´ Blondinen bevorzugt und eine ähnliche Rolle als kurzsichtige Pola in Wie angelt man sich einen Millionär? unter der Regie von Jean Negulesco waren auf Monroes Image zugeschnitten und wurden große Erfolge an den Kinokassen. Mit Robert Mitchum bestand sie in Fluß ohne Wiederkehr Abenteuer auf einem Floß im Wilden Westen. Marilyn Monroe sagte später, dass dies der schlechteste Film ihrer Karriere war und sie in keinem weiteren Western mehr mitspielen würde. Nach Rhythmus im Blut suchte Monroe nach besseren Rollen und mehr Gage. Aber das Studio bestand auf der Erfüllung ihres Vertrages. Während des Koreakrieges arbeitete Monroe in der US-Truppenbetreuung als Sängerin, ungeachtet harter äußerer Umstände. Nach dieser Tournee zur Aufmunterung der Soldaten spielte sie 1955 noch in Billy Wilders Das verflixte siebte Jahr. Dieser Film wurde einer ihrer größten Erfolge und die Szene, in der ihr Kleid über dem U-Bahn Schacht hochgeweht wurde, legendär. Monroes Wunsch nach ernsthaften Rollen wurde in dieser Zeit immer größer, so dass sie beschloss, Hollywood und die Fox Studios zu verlassen.

1956-1962

Marilyn Monroe ging nach New York um als ernsthafte Schauspielerin akzeptiert zu werden. Sie besuchte Kurse am Actors Studio, erlernte das Method Acting und freundete sich mit dem Schauspiellehrer Lee Strasberg an. Strasbergs Ehefrau Paula betreute Monroe während den Dreharbeiten der folgenden Filme und fungierte als Schauspiellehrerin. Zugleich gründete Monroe mit Milton Greene eine eigene Produktionsfirma, die Marilyn Monroe Productions Inc.. Wieder in Hollywood erhielt sie viel Anerkennung für ihre Rolle als Rasthaussängerin in Joshua Logans Film Bus Stop. Diesen Film hatte Monroe speziell nach ihren Wünschen vorbereitet, was von der Fox respektiert wurde. In England drehte sie für ihre Firma neben Laurence Olivier die Romanze Der Prinz und die Tänzerin. 1959 war sie in Billy Wilders Komödien-Klassiker Manche mögen´s heiß als Sugar, die Sängerin eines Damenorchesters neben Tony Curtis und Jack Lemmon zu sehen. Der Film erwies sich als der Kassenschlager des Jahres. In dieser Zeit hatte sie alkohol- und drogenbedingt immer größer werdende Probleme, ihren Text zu behalten und pünktlich am Set zu erscheinen. Um ihren Vertrag mit der Fox zu erfüllen, drehte sie 1960 neben Yves Montand in George Cukors Machen wir´s in Liebe. Ihr letzter vollendeter Film war 1961 John Hustons Misfits – Nicht gesellschaftsfähig an der Seite von Clark Gable, der für Monroe in ihrer Vorstellung immer ein Vaterersatz war, da sie selbst nie einen hatte. Mit diesem Film kündigte sich ein lange ersehnter Wechsel ins Charakterfach an. Auch in ihrem unvollendeten Film Something´s Got to Give sollte sie in seriöser, dem Zeitgeschmack entsprechend moderner Kleidung agieren.

The Last Sitting

Ihren letzten großen Auftritt auf Filmmaterial, der in die Geschichte der Photographie eingehen sollte, hatte Monroe in Bert Sterns legendärer (und sehr intimen) Serie „The Last Sitting”, die er mit der Schauspielerin kurz vor ihrem Tod 1962 allein in einem Hotelzimmer machte. In dem dreitägigen Fotoshooting für die amerikanische Vogue zeigte sich die Schauspielerin entspannt, ungekünstelt und natürlich. Einige Kontaktabzüge, die sie alt oder unvorteilhaft wirken ließen, zensierte oder vernichtete sie allerdings dabei, indem sie die Dias mit Nagellack "X-te" oder mit Haarnadeln zerkratzte. In manchen Biographien wurde das Buch als Schwanengesang der Marilyn Monroe bezeichnet.

Textquelle: Artikel Marilyn Monroe. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Dezember 2006, 23:59 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 25. Dezember 2006, 23:24 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
  • Kommentar
  • Versenden

Galerien

Es werden 1 von 1 Galerien angezeigt

Alle Galerien anzeigen