Diego Velázquez

Diego Velázquez

*1599 — †06.08.1660

Zweite Italienreise und Tod

Papst Innozenz X.
Public Domain

Papst Innozenz X (1650), Galleria Doria Pamphilj, Rom

Ende 1648 ging Velázquez zum zweitenmal nach Italien, um im Auftrag des Königs Kunstwerke als Vorbilder für eine in Madrid zu gründende Kunstakademie anzukaufen. Er blieb bis Juni 1651 in Italien, wo er unter anderem ein Bildnis des Papstes Innozenz X. schuf, das zu den besten Papstporträts zählt, die je gemalt wurden. Nach Madrid zurückgekehrt, sah sich Velázquez wegen der zweiten Heirat des spanischen Königs mit Maria Anna von Österreich genötigt, seine Aktivitäten als Hofmaler noch zu verstärken. Ferner wurde er zum Hofmarschall ernannt. Daneben fand er aber auch noch Zeit, ein religiöses Bild wie den Besuch des heiligen Abtes Antonius bei dem heiligen Einsiedler Paulus in der Wüste und drei Meisterwerke ersten Ranges zu malen: Die Teppichwirkerinnen, ein Bild, das die Fabel der Arachne darstellt, die Venus vor dem Spiegel, seinen einzigen Akt, und das unter dem Titel Las Meninas (Die Hofdamen) bekannte Gemälde, das Velázquez selbst zeigt, wie er die königliche Familie malt (alle Prado außer der Venus, National Gallery).

Diego Velázquez: "Venus vor dem Spiegel", 1648–1651, Öl auf Leinwand, 122,5 cm × 177 cm, National Gallery (London)
Public Domain

Venus vor dem Spiegel (1648-51), National Gallery

Seine aufreibende Tätigkeit im Dienste des Königs blieb nicht ohne Auswirkungen auf seine Gesundheit. Er zog sich ein „hitziges Fieber“ zu, an welchem er am 6. August 1660 in Madrid starb. Velázquez wurde am folgenden Tag in der Pfarrkirche des Heiligen Johannes (Iglesia Parroquial de San Juan), die einen Block vom Königspalast auf der Plaza de Ramales stand ,begraben. Um 1809 wurde die Kirche im Auftrag von Joseph Bonaparte, dem derzeitigen Herrscher Spaniens und älteren Bruder Napoleon Bonapartes, niedergelegt, um einen Platz anzulegen. Die Gebeine von Velázquez sind seither verschollen; spätere Grabungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, insbesondere im Velázquez-Jahr 1999, haben ihren Verbleib nicht klären können.

Textquelle: Seite „Diego Rodríguez de Silva y Velázquez“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. August 2009, 06:02 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 25. September 2009, 23:09 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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