Barbara Hepworth

Barbara Hepworth

*10.01.1903 — †20.05.1975

Portrait

Skulptur "Squares with two circles" (1963/4) von Barbara Hepworth im Skulpturenpark des Kröller-Müller Museum (KMM), Otterlo, Niederlande.
Public Domain

Skulptur "Squares with two circles" (1963/4) von Barbara Hepworth im Skulpturenpark des Kröller-Müller Museum (KMM), Otterlo, Niederlande.

Dame Barbara Hepworth (* 10. Januar 1903 in Wakefield, England; † 20. Mai 1975 in St Ives in Cornwall, England) war eine bedeutende britische Bildhauerin.

Leben und Werk

Mit vollem Namen hieß sie Jocelyn Barbara Hepworth, doch war sie weitgehend unter dem Namen Barbara bekannt. Geboren wurde sie in Wakefield, Yorkshire. Sie studierte Kunstwissenschaft an der Kunsthochschule in Leeds, wo sie sich mit Henry Moore anfreundete. Es folgte eine Fortführung der Ausbildung am Royal College of Art in London und in Italien.

In der Ehe mit dem Bildhauer John Skeaping in den Jahren 1925 bis 1931 wurde ein Sohn, Paul, im August 1929 geboren. 1931 lernte Hepworth Ben Nicholson kennen, der noch mit Winifred Nicholson verheiratet war. Die Scheidung von Skeaping wurde 1933 vollzogen. Im Jahr 1934 gebar Hepworth Drillinge; die Hochzeit mit Nicholson fand vier Jahre später statt.

Während der 1930er Jahre arbeiteten Hepworth, Nicholson und Moore harmonisch zusammen und wurden, mit Victor Pasmore, als Kern der abstrakten Bewegung in England angesehen. 1939 bezog das Paar seinen Wohnsitz in St Ives in Cornwall, wo sich um Nicholson und Hepworth ein Zentrum abstrakter Kunst, die sogenannte „Penwith Society of Artists“, bildete. Die Scheidung von Nicholson erfolgte im Jahr 1951.

Barbara Hepworth war Teilnehmerin der documenta 1 (1955) und der documenta II im Jahr 1959 in Kassel. Von ihr stammt die Skulptur Single Form, die in den sechziger Jahren entstand und an UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld erinnert.

Im Jahr 1965 wurde sie geadelt. Zehn Jahre später starb sie bei einem verheerenden Brand in ihrem Atelier, dem Trewyn Studio, in St Ives. Dieses und der angrenzende Skulpturengarten bilden seit 1980 das Barbara Hepworth Museum. Es steht unter der Leitung der Tate St Ives. Weitere Werke sollen im Museum The Hepworth Wakefield ausgestellt werden, dessen Eröffnung im Frühjahr 2011 in ihrem Geburtsort Wakefield geplant ist. Zusätzlich werden Arbeiten ihrer britischen Zeitgenossen aufgenommen, so die ihres Mannes Ben Nicholson, Graham Sutherland, Paul Nash, Patrick Heron, und internationaler Künstler wie Piet Mondrian, Constantin Brâncuși und Alberto Giacometti.

Die Werke Hans Arps und Constantin Brâncușis hatten großen Einfluss auf ihr Schaffen, und ihre stark abstrahierenden Arbeiten lassen Parallelen zum Werk ihres Freundes Henry Moore erkennen.

Textquelle: Seite „Barbara Hepworth“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. November 2010, 17:30 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 7. Dezember 2010, 21:49 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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