Claude Monet

Claude Monet

*14.01.1840 — †06.12.1926
Claude Monet

Portrait

Claude Monet (* 14. November 1840 in Paris; † 5. Dezember 1926 in Giverny, geboren Oscar-Claude Monet) war ein französischer Maler, dessen mittlere Schaffensperiode der Stilrichtung des Impressionismus zugeordnet wird. Das Frühwerk bis zur Mitte der 1860er-Jahre umfasste realistische Bilder, von denen Monet einige im Pariser Salon ausstellen durfte. Ende der 1860er-Jahre begann Claude Monet impressionistische Bilder zu malen. Ein Beispiel seiner Bilder dieser Schaffensphase ist die Hafenansicht Le Havres Impression, Sonnenaufgang, welches der gesamten Bewegung den Namen gab. So entfernte er sich vom durch die traditionellen Kunstakademien geprägten Zeitgeschmack, was seine finanzielle Situation verschlechterte. In den 1870er-Jahren beteiligte sich Monet an einigen der Impressionisten-Ausstellungen, an denen auch Künstler wie Pierre-Auguste Renoir oder Edgar Degas teilnahmen, und wurde vor allem vom Kunsthändler Paul Durand-Ruel gefördert. Monets finanzielle Situation blieb bis in die 1890er-Jahre angespannt. In dieser Zeit entwickelte Monet das Konzept der Serie, in denen er ein Motiv in verschiedenen Lichtstimmungen malte. Daneben begann er in Giverny seinen berühmten Garten anzulegen, den er in der Folge auch als Motiv seiner Bilder nutzte.

Leben

Claude Monet wurde am 14. November 1840 in der Rue Lafitte 45 in Paris geboren. Er war der zweite Sohn von Adolphe Monet und seiner Frau Louise Justine Aubrée. Er wurde in der Kirche Notre-Dame de Lorette als Oscar-Claude Monet getauft, und seine Eltern haben ihn immer Oscar genannt. Sein Vater besaß einen Kolonialwarenhandel. Seine wirtschaftliche Situation verschlechterte sich um 1845 so weit, dass die Familie nach Le Havre an die Mündung der Seine umzog, wo die Halbschwester des Vaters, Marie-Jeanne Lecadre, lebte.  Ihr Mann, Jacques Lecadre, war Kolonialwarengroßhändler und Schiffslieferant und bot Monets Vater Arbeit in seinem Handelskonzern. Die Winter verbrachte die Familie Monets in ihrem Haus in Le Havre, die Sommer über hielt sie sich im Landhaus der Lecadres im nördlich gelegenen Vorort Sainte-Adresse auf. Später zog er mit seiner Familie nach Baraqueville, wo sich die Familie aber nicht lange aufhielt, da Adolphe Monet aus beruflichen Gründen umziehen musste.

In Le Havre besuchte Claude Monet zwischen 1851 und 1857 das Städtische Gymnasium und erhielt dort Zeichenunterricht bei Jacques-François Ochard. Er lehnte die schulische Disziplin ab  und hielt sich stattdessen lieber auf den Klippen oder am Meer auf.  Im Unterricht fertigte Monet Karikaturen von Schülern und Lehrern an, die im Schaufenster des einzigen Rahmenhändlers in Le Havre ausgestellt wurden. Bereits im Alter von 15 Jahren war Claude Monet in der ganzen Stadt als Karikaturist bekannt. Er erhielt Aufträge, für die er Preise von 20 Francs erzielen konnte. Sie waren alle O. Monet unterschrieben (Siehe oben).

Ausbildung

Neben seinen Karikaturen wurden im Schaufenster des Rahmenhändlers Seelandschaften des Malers Eugène Boudin ausgestellt. Claude Monet mochte diese Bilder nicht und lehnte es ab, Boudin auf Vermittlung des Rahmenhändlers hin kennenzulernen. Als er jedoch Boudin beim Betreten des Geschäftes nicht bemerkte, ergriff der Händler die Möglichkeit, Boudin Monet als den Zeichner der Karikaturen vorzustellen. Der Maler lobte das Talent Claude Monets, gab ihm jedoch auch den Rat, sich nicht mit dem Zeichnen zu begnügen und schlug ihm vor, Landschaften zu malen.

Nach dem Tod seiner Mutter am 28. Januar 1857 sorgte sich Monets Tante, die selbst Hobbymalerin war und Kontakte zu Armand Gautier unterhielt, um den jungen Claude Monet. Nach dem Tod Jacques Lecadres übernahm Monets Vater dessen Geschäfte und zog mit seiner Familie in dessen Haus. In diesem Jahr entstand Monets erstes Landschaftsgemälde und er beschloss, Maler zu werden. Sein Vater stellte daraufhin beim Magistrat von Le Havre den Antrag auf ein Stipendium, der, wie auch ein zweiter Antrag im Folgejahr, abgelehnt wurde. Trotzdem reiste Monet nach Paris, um die Ausstellung des Salon de Paris zu besuchen. Daneben nahm er Kontakt zu Künstlern wie Constant Troyon und Armand Gautier auf und arbeitete im Atelier des Malers Charles Montginot, der mit Boudin befreundet war. Während dieser Zeit erhielt Monet finanzielle Unterstützung durch seinen Vater. Daneben standen Claude Monet 2000 Francs zur Verfügung, die er mit seinen Karikaturen verdient hatte und die seine Tante für ihn verwaltete. Im Jahr 1860 verringerte sich die finanzielle Unterstützung durch seinen Vater, da er sich weigerte wie von seinen Eltern gewünscht in die École des Beaux-Arts einzutreten. Monet trat in die freie Malschule Académie Suisse ein, in der er sich vor allem mit Figurenstudien beschäftigte. Monet besuchte Ausstellungen der Künstlerkolonie in Barbizon. Die Maler der Schule von Barbizon lehnten die verbreiteten idealisierenden Landschaftskompositionen ab und bevorzugten stattdessen Landschaftsbilder im Stil des Realismus. Außerdem hielt sich Claude Monet in der Brasserie des Martyrs auf, die ein Treffpunkt vieler moderner Künstler und Autoren war.

Im April 1861 erhielt Claude Monet die Einberufung zum sieben Jahre dauernden Militärdienst. Es bestand die Möglichkeit, sich vom Militärdienst für 2500 Francs freizukaufen. Dafür besaß Claude Monet jedoch nicht genug Geld, und seine Familie wollte die Summe nur stellen, wenn Monet dafür die Malerei aufgeben und das Geschäft in Le Havre übernehmen würde. Claude Monet entschied sich für die Malerei und wurde der Kavallerie in Algerien zugeteilt. Weil er an Typhus erkrankte, durfte er im Sommer des Jahres 1862 nach Le Havre zurückkehren. Dort lernte er den aus den Niederlanden stammenden Johan Barthold Jongkind kennen. Zusammen arbeiteten beide an Landschaftsstudien. Im November 1862 wurde Claude Monet von seiner Tante vom Militärdienst für die noch höhere Summe von 3000 Francs freigekauft, um ihm die letzten sechs Dienstjahre zu ersparen. Sie wies ihm Auguste Toulmouche, der Genremaler und Ehemann der Cousine von Marie-Jeanne Lecadres war, als künstlerischen Betreuer zu. Dieser empfahl Monet den Eintritt in das Atelier von Charles Gleyre, in dem auch Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Frédéric Bazille eingeschrieben waren. Zusammen mit Bazille reiste Monet 1863 über Ostern nach Chailly in der Nähe von Barbizon und malte dort Landschaftsbilder, wie auch im Folgejahr. Er setzte darüber hinaus seine Studien bei Gleyre fort, bis dessen Atelier im Juli 1864 schloss. Den Sommer über malten Monet, Bazille, sowie Jongkind und Boudin, die später folgten, an der Kanalküste der Normandie. Monets Familie drohte ihm in Folge von Streitigkeiten mit der Einstellung der finanziellen Unterstützung, so dass er Bazille zum ersten Mal um Geld bat. Während des Studiums gab sich Monet bürgerlich, so trug er beispielsweise trotz seiner schwierigen finanziellen Situation Hemden mit Spitzenmanschetten, und wurde von seinen Mitstudenten als Dandy bezeichnet.

Salon-Ausstellungen 

Claude Monet: Frühstück im Freien (1865 — 1866)
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Claude Monet: Frühstück im Freien (1865 — 1866)

1864 wurde ein Blumenstillleben von Claude Monet in der städtischen Kunstausstellung von Rouen ausgestellt. Daneben wurde Monet von Louis-Joseph-François Gaudibert mit dem Malen zweier Porträts beauftragt. Dieser Auftrag hatte für ihn eine besondere Bedeutung, weil auch Gaudiberts Sohn später Porträts in Auftrag gab und ihm darüber hinaus finanzielle Zuwendungen als Unterstützung zukommen ließ. Ende 1864 oder Anfang 1865 gründeten Claude Monet und Frédéric Bazille ein gemeinsames Atelier in Paris. Im Pariser Salon des Jahres 1865 durfte Monet zwei Seestücke zeigen. Diese beiden Bilder stießen auf positive Kritik, was Claude Monet dazu veranlasste, für die Salon-Ausstellung des Jahres 1866 ein monumentales Frühstück im Grünen zu planen, das er jedoch nicht fertigstellen konnte. Bei den Arbeiten an diesem Werk saß ihm Camille Doncieux Modell, mit der Monet eine Beziehung einging. Das Bild plante Monet in Anlehnung an das Frühstück im Grünen von Édouard Manet, welches durch dargestellten Nacktheit ohne mythologischen Hintergrund einen Skandal hervorrief, wobei Monet jedoch sein Bild eher konservativ und damit dem Massengeschmack entsprechend halten wollte. Monet bewunderte die Werke Manets, zu dem er seit 1866 engeren Kontakt hatte. Als er das geplante Bild für den Salon nicht fertigstellen konnte, malte er innerhalb von vier Tagen Camille im grünen Kleid, das im Salon positiv aufgenommen wurde.

Claude Monet täuschte aufgrund seiner finanziellen Schwierigkeiten den Bruch mit Camille vor und näherte sich damit wieder seiner Familie an, von der er sich finanzielle Unterstützung erhoffte. So verbrachte er den Sommer 1867 bei seinen Eltern in Sainte-Adresse, während die schwangere Camille weiterhin in Paris lebte und von Bazille versorgt wurde. Am 8. August 1867 brachte sie Monets ersten Sohn Jean zur Welt. Da er seine Geliebte und seinen Sohn nicht im Stich lassen wollte, kehrte Monet wieder nach Paris zurück. Im selben Jahr wurde mit dem Bild Frauen im Garten erneut ein Werk Monets vom Salon de Paris abgelehnt. Um seinen Freund finanziell zu unterstützen, kaufte Bazille dieses Werk auf Raten und nahm ihn wieder in seinem Atelier auf. Die finanzielle Situation Claude Monets blieb schwierig, so dass er sich 1868 in Étretat und Fécamp aufhielt, wo er erneut Aufträge des Reeders Gaudibert erhielt. Daneben löste dieser gepfändete Bilder Monets aus. Ende des Jahres floh Monet vor seinen Gläubigern erneut nach Paris. 1870 wurde wieder ein von Monet beim Salon de Paris eingereichtes Bild von der Jury abgelehnt. Am 26. Juni dieses Jahres heiratete Claude Monet die langjährige Geliebte Camille Doncieux. Durch seine Themenwahl und Malweise entfernte sich Monet immer weiter vom Salon de Paris und damit auch vom kommerziellen Erfolg.

Mit dem Beginn des Deutsch-Französischen Krieges im Juli 1870 verließ Claude Monet Frankreich und zog nach London, um der Einberufung in die Armee zu entgehen, während seine Freunde Bazille und Manet in den Krieg zogen. Am 28. November 1870 starb Bazille an der Front. Während seines London-Aufenthaltes lernte Claude Monet den Kunsthändler Paul Durand-Ruel kennen. Er lernte die Werke des englischen Landschaftsmalers William Turner zu schätzen, in dessen Bildern sich die Konturen im Licht auflösen. Am 17. Januar 1871 starb Monets Vater und er erhielt eine kleine Erbschaft. Nach Ende des Krieges kehrte Monet im Herbst 1871 nach einem Umweg über Holland nach Frankreich zurück. Dort mietete er in Argenteuil ein Haus mit Garten. Mit dem Geld aus der Erbschaft und der Mitgift Camilles war der Familie erstmals das Leben in bürgerlichem Wohlstand möglich. 1872 kaufte Durand-Ruel mehrere Gemälde Monets. Dieser richtete sich ein Boot als Atelier ein und malte darauf am Ufer der Seine.

Impressionisten-Ausstellungen

1873 lernte Claude Monet in Argenteuil Gustave Caillebotte kennen, mit dem zusammen er beschloss, gemeinsame Ausstellungen zu veranstalten. Im Dezember wurde zu diesem Zweck die „Sociéte Anonyme Coopérative d' Artistes-Peintres, -Sculpteurs, -Graveurs, etc.“ gegründet. Dieser Gesellschaft schlossen sich auch die Künstler an, die später als Kern der Impressionisten galten.

Die erste Gruppen-Ausstellung fand 1874 im Atelier des Fotografen Nadar am Boulevard des Capucines in Paris statt. Angelehnt an den Titel des ausgestellten Werkes Impression - Sonnenaufgang, das Monet 1872 in Le Havre zusammen mit anderen Bildern gemalt hatte, wurde diese Ausstellung durch den Kritiker Leroy in der Zeitschrift Le Charivari abwertend als „Die Ausstellung der Impressionisten“ bezeichnet. So wurde der Begriff des Impressionismus, der erst spöttisch von Kritikern, in der Folge auch von den Künstlern selbst verwandt wurde, durch dieses Bild Monets begründet. Die Ausstellung blieb weitgehend unbeachtet und die Gesellschaft wurde Ende 1874 aufgelöst. Erst 1876 fand die zweite Impressionisten-Ausstellung statt. In den Räumlichkeiten des Kunsthändlers Durand-Ruel stellte Claude Monet dabei 18 Werke aus. In diesem Jahr lernte Monet auch Ernest Hoschedé, einen Kaufhausbesitzer, kennen, der ihn mit dem Malen von Panelen für einen Saal im Schloss Rottenbourg beauftragte. Am 17. März 1878 wurde Monets zweiter Sohn Michel Monet geboren. Im Sommer dieses Jahres zog die Familie nach Vétheuil. Ihnen folgte dabei Alice Hoschedé mit ihren sechs Kindern, nachdem ihr Mann Konkurs anmelden musste. Am 5. September 1879 starb Monets erste Ehefrau Camille im Alter von 32 Jahren an den Folgen eines missglückten Schwangerschaftsabbruchs.

1881 kaufte Durand-Ruel weitere Bilder Monets und unterstützte auch dessen 1882 durchgeführte Malreisen an die normannische Küste finanziell. Im Dezember 1881 zogen Claude Monet und Alice Hoschedé mit den Kindern zusammen nach Poissy. Die Ausstellung der Impressionisten von 1882 war die letzte, an der sich Claude Monet beteiligte, bevor die Ausstellungsreihe vier Jahre später mit der achten Ausstellung endete. Zu diesem Zeitpunkt wurde seine Abkehr von den anderen Impressionisten immer deutlicher, die ihm den Vorwurf machten, aus egoistischen Motiven heraus die Gruppe nicht mehr zu unterstützen. Monet bemühte sich, wieder im Salon de Paris auszustellen und eines seiner Bilder wurde nun auch von der Jury akzeptiert.

Giverny

Claude Monet: Selbstportrait (1886)
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Claude Monet: Selbstportrait (1886)

Im folgenden Jahr 1883 richtete Durand-Ruel eine Einzelausstellung mit Bildern Monets aus. Diese Ausstellung stieß auf positive Kritik, es kam jedoch nicht zu größeren Verkäufen. Trotzdem verbesserte sich die wirtschaftliche Situation Monets, nachdem sich zu Beginn der 1880er-Jahre der Markt für Werke der Impressionisten wieder belebt hatte. Claude Monet mietete das Haus in Giverny, in dessen Umgebung er in den Folgejahren seinen berühmten Garten anlegte, und zog dort mit seinen beiden Söhnen, sowie Alice Hoschedé und deren Kindern ein. Im Dezember reiste er gemeinsam mit Renoir an die französische Mittelmeerküste, von Januar bis April 1884 malte Monet an der Riviera. Zwei Jahre später folgte eine weitere Reise nach Holland. Im Herbst 1886 malte Monet in der Bretagne und lernte dort seinen späteren Biografen Gustave Geffroy kennen. Von Januar bis April 1888 malte Monet an der Côte d’Azur und reiste im Sommer des Jahres erneut nach London. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich lehnte er das Kreuz der Ehrenlegion ab. Im folgenden Jahr sammelte Claude Monet Geld, um der Witwe seines Freundes Manet das Gemälde Olympia abzukaufen und dem Louvre zu schenken. 1890 erwarb Monet außerdem das Haus in Giverny, welches er schon seit sieben Jahren bewohnt hatte, nachdem er sich seit Mitte der 1880er-Jahre durch regelmäßige Verkäufe in einer besseren finanziellen Situation befand. Durch weitere Zukäufe von Land erweiterte Claude Monet sein Grundstück immer weiter und investierte viel Geld in die Anlage seines Gartens. Dabei stieß er jedoch auf das Misstrauen der ansässigen Bauern, die durch die exotischen Pflanzen wie beispielsweise Tuberosen aus Mexiko Gefahren für ihr Land und Vieh befürchteten. Ende der 1880er-Jahre fand sich eine kleine Gruppe amerikanischer Maler in Giverny ein, um von Claude Monet zu lernen. Unter ihnen war Theodore Robinson, der als einer der ersten amerikanischen Künstler den Impressionismus in seiner Kunst aufgriff. Zu den sogenannten „Givernisten“ pflegte Monet keinen engen Kontakt, da er nie die Rolle als Lehrer übernehmen wollte.

1891 starb Ernest Hoschedé und Claude Monet und dessen Witwe legitimierten im Juli 1892 ihre Beziehung durch Heirat. Im selben Jahr heiratete Monets Stieftochter Suzanne den Maler Theodore Butler, der zu den Givernisten gehörte. Monet reiste 1895 nach Norwegen und besuchte dort auch seinen Stiefsohn. In Giverny baute Claude Monet 1897 ein zweites Atelier, da er mehr Platz für seine Arbeiten benötigte. Auf der Biennale di Venezia wurden 20 Werke Monets ausgestellt. Im Sommer desselben Jahres heiratete Monets Sohn Jean seine Stiefschwester, Blanche Hoschedé. 1899 und 1900 unternahm Claude Monet mehrere Reisen nach London. Zusammen mit Alice reiste Monet mit dem Auto nach Madrid, wo er die spanischen Meister studierte. In Giverny arbeitete er während dessen vor allem an den Seerosenbildern, war dabei jedoch nicht zufrieden. Deshalb verschob er 1906 mehrfach eine bei Durand-Ruel geplante Ausstellung.

Letzte Lebensjahre und Tod

Im Jahre 1908 zeigten sich erste Anzeichen von Monets Augenerkrankung. Zwischen September und Dezember des Jahres hielt er sich zusammen mit seiner Frau in Venedig auf. Dort malte er nicht nur, sondern studierte in Kirchen und Museen Werke von Künstlern wie Tizian und Paolo Veronese. Am 19. Mai 1911 verstarb auch Monets zweite Ehefrau Alice. Im folgenden Jahr verschlechterte sich sein Sehvermögen weiter und der doppelseitige graue Star wurde diagnostiziert. 1912 wurden Monets Bilder von Venedig mit großem Erfolg in der Galerie Bernheim-Jeune ausgestellt. Georges Clemenceau und weitere Freunde Monets schlugen diesem 1914 vor, Bilder der Seerosen-Serie dem französischen Staat zu schenken. Aber Monet, der schon früher Ehrenbekundungen des Staates ablehnte, ließ sich nicht zur Schenkung bewegen. Nach dem Tod seines Sohnes Jean Monet übernahm dessen Witwe die Führung des Haushaltes in Giverny. Dort ließ Claude Monet 1915 ein drittes, größeres Atelier errichten, in dem er die Seerosendekorationen malte. Zum Ende des Ersten Weltkrieges mit dem Waffenstillstand am 11. November 1918 schenkte Monet dem französischen Staat acht seiner Seerosenbilder. 1921 überlegte er, vom nachlassenden Augenlicht deprimiert, die Schenkung zurückzuziehen. Im selben Jahr fand bei Durand-Ruel eine große Retrospektive mit Werken Monets statt. Erst 1922, auf Drängen seines Freundes Clemenceau hin, unterzeichnete Claude Monet einen notariell beglaubigten Vertrag über die Schenkung, die damit rechtsgültig wurde und womit die Bilder tatsächlich in den Besitz des Staates übergingen. In zwei Staroperationen erlangte Claude Monet 1923 sein Augenlicht wieder. Er begann wieder an seinen großen Seerosendekorationen zu malen, wurde jedoch von Depressionen behindert. Viele seiner Bilder der letzten Jahre zerstörte Monet selbst, weil er nicht wollte, dass nach seinem Tod nicht fertiggestellte Werke, sowie Skizzen und Versuche in den Kunsthandel gelangten, wie es nach dem Tod Manets der Fall war. Am 5. Dezember 1926 starb Claude Monet in Giverny.

Textquelle: Artikel Claude Monet. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. November 2006, 12:47 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 7. November 2006, 23:00 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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