Impressionismus

Impressionismus

Impressionismus

Portrait

Der Impressionismus ist eine Stilrichtung der Malerei im späten 19. Jahrhundert, die sich von Frankreich aus weltweit verbreitete. Dabei wurde der Stil nicht nur übernommen, sondern zum Teil auch regionalen Bedingungen und Traditionen angepasst. Die impressionistische Malerei war mit ihren stilistischen und thematischen Neuerungen der Wegbereiter der Modernen und Abstrakten Kunst.

Claude Monet: Impression, soleil levant (1873)
Public Domain

„Impression, soleil levant“ (1872)

Ein Bild mit dem Namen „Impression, soleil levant“ (1872) von Claude Monet mit der Darstellung eines Hafens in Morgenstimmung gab der Bewegung ihren Namen. Ein Kritiker namens Louis Leroy leitete daraus die zunächst abschätzig gemeinte Bezeichnung ab.

Vorläufer des Impressionismus liegen in der spanischen (Francisco de Goya) und englischen Malerei (William Turner, John Constable) sowie in Frankreich selbst (Eugène Delacroix, Gustave Courbet, Schule von Barbizon, Johan Barthold Jongkind).

Claude Monet
Public Domain

Claude Monet

Die Impressionisten bevorzugten helle, reinbunte Farben und malten nicht strukturlose Flächen, sondern setzten komplementäre Kontrastfarben als Flecken eng nebeneinander, so dass diese bei der Betrachtung aus einiger Entfernung ineinander fließen. Dadurch kann ein Effekt optischer Farbmischung eintreten, so dass im Auge des Betrachters eine Mischfarbe wahrgenommen wird.
Vincent van Gogh: Blühender Pflaumenbaum (Japonaiserie)
Public Domain (Bridgeman Art Library)

Vincent van Gogh, Blühender Pflaumenbaum (1887). Links ist das Original, rechts die Kopie von van Gogh.



Von großem Einfluss auf den Impressionismus waren japanische Farbholzschnitte (Japonismus), die ab 1850 in großer Stückzahl nach Europa kamen und durch die sich die Impressionisten in ihren eigenen Theorien über Farbe und Form bestätigt fühlten.

Einige Maler des Spätimpressionismus führten die im Impressionismus entwickelte Technik der optischen Farbmischung weiter aus, indem das ganze Bild in mosaikartig aneinandergereihte Punkte zerlegt wurde (Pointillismus oder Divisionismus).

Fazit

Bei der letzten Ausstellung der Impressionisten erschienen Werke in reinen, getrennten, ausgewogenen Farben, die nach einer überlegten Methode vermischt wurden. Georges Seurat ist der Forscher dieser Neuheit. Dann entsteht der Neo-Impressionismus.

Georges Seurat
Public Domain

Georges Seurat

Sitzende Figur
The Yorck Project (GFDL*)

Georges Seurat, "Sitzende Figur", 1884

Der Impressionismus verschwindet zugunsten modernerer Techniken. Man weiß heute, dass die Kunst dank den Impressionisten einen großen Sprung vorwärts gemacht hat. Sie haben den Weg der Kunst des 20. Jahrhunderts geöffnet. Die Blütezeit des Impressionismus dauerte etwa zwanzig Jahre: von 1863 bis zum Tod Manets im Jahr 1883.



Textquelle: Artikel Impressionismus. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. Dezember 2006, 16:17 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 5. Januar 2007, 08:35 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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