Impressionismus

Impressionismus

Impressionismus

Charakteristika

Die impressionistische Malerei wird normalerweise mit einer starken Betonung von Licht in seinen unterschiedlichen Qualitäten in Verbindung gebracht, wobei oftmals der Effekt einer bestimmten Tages-/Jahreszeit hervorgehoben wird.

Der Impressionismus brach mit vielen Regeln malerischer Praxis, welche damals durch die Kunstakademien gelehrt wurden:

  • Seerosen
    Public Domain (Bridgeman Art Library)

    Claude Monet, Seerosen ( 1914-1917)

    Sie fühlten sich keinen akademischen Regeln oder traditionellen Inhalten verpflichtet.
  • Die Farbe wurde zum primären Gestaltungsmittel, zeichnerische Elemente traten in den Hintergrund.
  • Sie malten oftmals pleinair und sur-le-motif, d.h. unter freiem Himmel und vor dem Motiv.
  • Sie betonten neue Aspekte der Wirkungsweise des natürlichen Lichts, vor allem die Reflexion des Lichtes und die Spektralfarben.
  • Die Bilder wurden in einer skizzenhaften Art gemalt, die es ihnen ermöglichte, die Essenz des Objektes und nicht der Details hervorzuheben.
  • Ihre Bilder wirken oft ausschnitthaft. Damit soll nicht das gemalte Objekt als Ganzes, sondern die Wirkung des Lichts auf ihm betont werden. Darüber hinaus verleiht dies dem Bild einen spontanen, flüchtigen Charakter (impression).
  • Bildtiefe entstand durch Größenstaffelung, Farb- und Luftperspektive.
  • In der Pleinair-Malerei gestalteten sie die Licht-Schatten-Partien durch Warm-Kalt-Kontrastierung der Farbe. Das gab den Bildern Frische und Offenheit.
  • Für die Impressionisten war ein strichelnder Farbauftrag typisch: Sie malten mit kurzen, starken Pinselstrichen (komma-artig, „virgulisme“) wobei der Pinselduktus deutlich zu erkennen war,
  • Überdies wurde die Farbe in einigen Fällen auch pointilistisch, d.h. punktartig aufgetragen.
  • Sie mischten die Farben zum Teil nicht auf der Palette sondern auf der Leinwand, so dass sich erst im Auge des Betrachters die Farbtupfen zum gewünschten Farbton mischen (→ s. hierzu auch Divisionismus).
  • Sie erzielten Dunkelheiten nicht durch Zugabe von Schwarz sondern durch Mischung komplementärer Farbwerte. Schwarz wurde nur noch als eigene Farbe benutzt.
  • Sie malten nass-in-nass, statt darauf zu warten, dass nacheinander aufgetragene Schichten trocknen. Dies führte zu weicheren Konturen und fließenden Farbübergängen. Nachteil: stärkere Rissbildung, die hingenommen wurde.
  • Fast alle Impressionisten betrieben eine alla-prima-Malweise, bei der ohne Untermalung die Farbe direkt auf die grundierte Leinwand gebracht und dieser spontane Farbauftrag möglichst nicht korrigiert wird.

 



Textquelle: Seite „Impressionismus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Juni 2009, 10:09 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 15. Juni 2009, 20:36 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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