Salon de Paris (Pariser Salon) (Kunst)

Salon de Paris (Pariser Salon)

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Der Salon de Paris (Pariser Salon) war eine regelmäßige Kunstausstellung, die von König Ludwig dem XIV. im Jahre 1667 initiiert wurde, um den offiziellen höfischen Kunstgeschmack zu propagieren.

Zuerst nur den Mitgliedern der königlichen Kunstakademie vorbehalten, stand nach der Revolution der Salon auch anderen Künstlern offen. Lange Zeit war für einen Künstler die Zulassung zu der Ausstellung die Grundvoraussetzung, um allgemein anerkannt zu werden. Die Auswahlkriterien waren aber sehr konventionell und neue Ideen wurden regelrecht unterdrückt. Bei der Auswahl der für den Salon ausgewählten Bilder kam es im 19. Jahrhundert regelmäßig zu Intrigen und Unregelmäßigkeiten. So kam es ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu zahlreichen Gegenausstellungen, als beispielsweise Galeristen wie Louis Martinez abgelehnten Künstlern Ausstellungsmöglichkeiten in ihren Verkaufsräumen gewährten.

Die erste bedeutende Gegenausstellung ist jedoch auf eine Initiative des französischen Kaisers Napoléon III. zurückzuführen. Nachdem die rigide Auswahl der Jury 1863 für Aufsehen gesorgt hatte, ließ er parallel zum Pariser Salon den Salon des Refusés („Salon der Zurückgewiesenen“) ausrichten. Zwei von der Jury des Pariser Salons abgelehnte Gemälde erregten damals besondere Aufmerksamkeit: James McNeill Whistlers „Mädchen in Weiß“ und Édouard Manets „Frühstück im Grünen“.

Ein Salon der Zurückgewiesenen wurde zwar kein zweites Mal ausgerichtet; in den Folgejahren kam es jedoch zu einer Reihe von Parallelausstellungen wie zum Beispiel 1884 dem von der Société des Artistes Indépendants gegründeten Salon des Indépendants, die als kunsthistorisch bedeutsamer als der offizielle Pariser Salon eingeordnet werden.

Textquelle: Seite „Salon de Paris“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Mai 2009, 11:16 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 18. Juni 2009, 21:39 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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