Marokkanische Monarchie

Marokkanische Monarchie

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Portrait

Gemäß der Verfassung von 1992, zuletzt geändert 1996, ist Marokko eine konstitutionelle Monarchie, deren derzeitiges Staatsoberhaupt seit dem 24. Juli 1999 König Mohammed VI. ist, der der Dynastie der Alawiden angehört. Er ist nicht nur weltliches, sondern auch geistliches Oberhaupt der marokkanischen Bevölkerung und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der König ernennt nicht nur den Ministerpräsidenten, der in der Regel von der stärksten politischen Partei des Parlamentes vorgeschlagen wird, sondern auch einzelne Minister, und muss dem gesamten Kabinett zustimmen. Außerdem verfügt er über das Recht, jederzeit das Parlament auflösen zu können und den Ausnahmezustand zu verhängen. Im Vergleich zu europäischen Monarchen hat der marokkanische König weitergehende Kompetenzen, wobei jedoch in der Praxis der Ministerpräsident die politischen Tagesgeschäfte führt.

Derzeitiger Ministerpräsident ist seit September 2007 Abbas al-Fassi, Abkömmling einer reichen Familie aus Fes und Parteichef der Istiqlal Partei, der derzeit stärksten Partei im Parlament. Er führt eine Koalitionsregierung aus Istiqlal, UNFP, PPS, RNI, und MP, einer Kombination aus regierungstreuen und Oppositionsparteien an.


Textquelle: Seite „Marokko“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Oktober 2009, 19:20 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 29. Oktober 2009, 22:31 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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