Das Höllentor (Kunst)

Das Höllentor

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Die Plastik

Das „Höllentor“ (La porte de l’enfer) kann wohl als eigentliches Haupt- und Lebenswerk Rodins angesehen werden. Rodin erhielt bereits 1880 vom französischen Staat den Auftrag, ein Bronzeportal für das neue Musée des Arts Décoratifs in Paris zu entwerfen. Der Entwurf gelangte nie zur ursprünglich fest geplanten Ausführung. Trotzdem arbeitete Rodin daran annähernd 37 Jahre weiter, bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1917, wobei er viele Figuren aus ihrem ursprünglichen Kontext isolieren und zu eigenständigen Kunstwerken erheben sollte - das bekannteste Beispiel ist hierbei sicherlich Der Denker (Le Penseur).

Erst postum (1926) sollte der erste Bronzeguss des Höllentors zur Ausführung kommen. Die ursprüngliche literarische Inspiration für das Werk stellte Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ dar. Im Laufe der Be- und Überarbeitung befruchteten jedoch noch andere Werke, besonders Charles Baudelaires „Die Blumen des Bösen“, die Darstellung der verdammten Gestalten, die den existenziellen Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit und Endgültigkeit des Todes führen.

„Rodin hat seine Phantasie frei laufen lassen {...}. Diese gewaltige lyrische Komposition umfasst mehr als 300 Figuren, von denen jede eine andere Haltung oder Empfindung verkörpert, jede in einer gewaltigen Synthese eine Form menschlicher Leidenschaft, Pein oder Verfluchung zum Ausdruck bringt” (Octave Mirbeau).
Textquelle: Seite „Auguste Rodin“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. November 2009, 20:20 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 17. November 2009, 10:56 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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