Picassos Werk (Kunst)

Picassos Werk

Das Frühwerk

Das früheste um 1889 entstandene Bild von Picasso ist Der Picador, das bereits in Öl gemalt ist. Zu den weiteren erhaltenen frühen Werken gehören Bleistiftzeichnungen des Jahres 1890. Der Neunjährige malte nach dem Vorbild seines Vaters Tauben; Stierkampfszenen und eine Herkulesstatue gehörten ebenfalls zu seinen ersten Zeichnungen. Ein Jahr später zeichnete er einen Katzenkopf. 1891 folgte ein Ölbild, das ein sitzendes älteres Paar zeigt; in der Malweise entsprach es der altmeisterlichen Genremalerei, und somit dem Vorbild des Vaters. Ab 1892 erhielt er Unterricht in der Tradition der Akademischen Malerei unter dessen Anleitung.

In den um 1895 entstandenen Bildern waren die spanischen Maler des 17. Jahrhunderts sein Vorbild. Sie zeigen beispielsweise Anklänge an die Werke von Francisco de Zurbarán und des frühen Diego Velázquez. Zu diesem Zeitpunkt war er Schüler der Zeichenklasse der „La Lonja“ in Barcelona. Als Picasso im Künstlercafé „Els Quatre Gats“ in Barcelona Anschluss an die Kunstszene jenseits akademischer Traditionen fand, erhielt er Anregungen aus dem Bereich des Symbolismus, der englischen Präraffaeliten, aus den Werken von Henri de Toulouse-Lautrec und Théophile Steinlen, dem Illustrator im Stil des Art Nouveau. Die vielfältigen Anregungen fanden in seinem Werk, hauptsächlich in Arbeiten auf Papier, ihren Ausdruck; von einem eigenen Stil war er jedoch noch weit entfernt, und seine erste Ausstellung im Jahr 1900 erntete negative Kritiken.

Textquelle: Seite „Pablo Picasso“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. Januar 2010, 12:31 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 7. Januar 2010, 16:24 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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