Peñón de Vélez de la Gomera

Peñón de Vélez de la Gomera

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Peñón de Vélez de la Gomera (Peñón: span. Felsblock) ist eine spanische Exklave an Marokkos Mittelmeerküste und eine Plaza de soberanía.

Die aus einem 77 m hohen Felsen bestehende Halbinsel liegt etwa 120 Kilometer südöstlich von Ceuta und 125 Kilometer westlich von Melilla. Mit dem Festland wird sie seit 1934 über eine schmale Landenge verbunden. Hierbei handelt es sich um die kürzeste Landgrenze zwischen zwei Staaten. Die Exklave hat eine Fläche von ungefähr 19.000 m² und eine Höhe von bis zu 87 Metern über dem Meeresspiegel. Die einzige Ansiedlung ist eine kleine Militärstation.

Die Halbinsel wurde bei der Entlassung Marokkos in die Unabhängigkeit mit der Begründung, dass sie auch vorher nicht zu Marokko gehört habe, in spanischem Besitz belassen.

Tatsächlich wurde dieses Landstück am 23. Juli 1508 von Spaniern besetzt, als ein Schiff unter der Leitung von Pedro Navarro Piraten bekämpfte, die diese Insel verteidigten. 1522 nahm Muley Mohamed, der Herr des Gebietes, in dem der Felsen liegt, durch Verrat diesen in Besitz. Schließlich eroberte García de Toledo ihn am 6. September 1564 auf Befehl von Philipp II. für Spanien zurück.

Vélez de la Gomera wurde mehrfach belagert und sollte 1871 wegen der fast unhaltbaren Lage durch Sprengung vernichtet werden. Wie auf den anderen Inseln ist auch auf Vélez de la Gomera heute eine Garnison stationiert.

Textquelle: Seite „Peñón de Vélez de la Gomera“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Januar 2010, 22:55 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 17. Januar 2010, 22:48 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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