Supermacht (Allgemein)

Supermacht

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Als Supermacht bezeichnet man einen Staat, der globale Entwicklungen aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten und Potentiale beeinflusst und bestimmt. Einfluss besteht weltweit auf Staaten und die Beziehungen zwischen Staaten.

Globale politische Durchsetzungsfähigkeit und Einflussmöglichkeiten ergeben sich aus dem wirtschaftlichen, industriellen, technologischen, finanziellen und militärischen Potential dieses Staates. Kennzeichnend ist insbesondere die Fähigkeit zur weltweiten militärischen Machtprojektion einschließlich des Besitzes strategischer Nuklearwaffen. Eine Supermacht hat in der Regel den Status einer Seemacht.

Antrieb politischen Handelns ist eine entwickelte Staatsphilosophie oder auch Ideologie, deren Ziele durch die Gesellschaft getragen, kulturell verinnerlicht und als Einflusspotential im Weltmaßstab wirkt (Weltmacht).

Geschichte

Vertreter waren nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinigten Staaten (USA) und die Sowjetunion (UdSSR). Mit der Auflösung der Sowjetunion 1991 verblieben nur noch die USA als Supermacht. Die Europäische Union und die Volksrepublik China gelten neben den USA als potentielle Supermächte des 21. Jahrhunderts.

In der Antike war das Römische Reich und dessen Machtausübung im Mittelmeerraum als Ökumene bekannt. Dieser Begriff bedeutete „die gesamte bewohnte Welt“ unter der Herrschaft der römischen Kaiser, welche Frieden (Pax Romana), wirtschaftliches Wohlergehen und einheitliche Kultur garantierten. Das Mittelalter folgte ähnlichen Überlegungen wie zum Beispiel das Frankenreich. Die Suche nach dem Seeweg nach Indien und die Entdeckung Amerikas 1492 erbrachten ein neues Verständnis des geographischen Begriffes „Welt“. Im Zuge der europäischen Kolonialisierung erlangte das Britische Weltreich eine führende Stellung. Die aufgeführten Staaten waren in ihrer Zeit entsprechend der heute geläufigen Definition aber eher Großmächte.

Der Begriff „Supermacht“ wird meist im Hinblick auf die militärische Potenz gebraucht, gelegentlich auch mit der wirtschaftlichen Bedeutung assoziiert. Problematisch ist insbesondere bei der ersten Verwendung, dass diese Zurschaustellung der Macht nicht unbedingt mit der ökonomischen Potenz übereinstimmen muss. Diese Diskrepanz zwischen Wirtschaft und Militär sorgt meist nach einer relativ kurzen Zeit der Stärke für den Bedeutungsrückgang des Staates. Ein Beispiel hierfür ist die Sowjetunion.

Begriffsabgrenzungen

Die herausragende Rolle, Bedeutung und Potentiale der Großmächte USA und der UdSSR im Verlauf des Zweiten Weltkrieges, während des Konfliktes zwischen der NATO (North Atlantic Treaty Organization) und den Warschauer Vertragsstaaten nach dem Kriege und der Besitz strategischer Nuklearstreitkräfte führte zur Einführung des Begriffes Supermacht für diese Großmächte. Nach 1990 und dem Zusammenbruch der UdSSR als führenden Macht des Warschauer Pakts und RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) wurde der Begriff Hypermacht für die USA als einzig verbleibenden Supermacht geprägt.

Textquelle: Seite „Supermacht“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. Mai 2010, 06:24 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 20. Mai 2010, 11:29 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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