Museumsuferfest (Kunst)

Museumsuferfest

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Museumsuferfest

Das Museumsuferfest ist eine seit 1988 alljährlich am letzten Wochenende im August stattfindende Kulturveranstaltung in Frankfurt am Main mit inzwischen weit über Frankfurt hinaus reichender Anziehungskraft. Es hat seinen Namen nach dem Museumsufer, dem in den 1980er Jahren geprägten Namen für mehr als 20 Museen zu beiden Seiten des Mains. Jährlich besuchen mehr als drei Millionen Menschen dieses größte Fest im Rhein-Main-Gebiet.

Programm

Das Museumsuferfest steht seit 1988 unter einem jährlich wechselnden Motto. 2010 lautet das Schwerpunktthema Argentinien, das Gastland der Frankfurter Buchmesse.

Das Fest findet auf an beiden Mainufern zwischen Eisernem Steg und Holbeinsteg statt. Auf der südlichen Seite sind sowohl der Schaumainkai – das Kernstück des sogenannten Museumsufers – als auch die Grünflächen des Tiefkais einbezogen. Am Nordufer konzentrieren sich die Stände auf die Grünanlagen des sogenannten Nizza.

Während des Museumsuferfests haben so gut wie alle Museen in der Frankfurter Innenstadt, vor allem aber die rund um das Mainufer gelegenen Museen, bis weit in die Nacht hinein geöffnet. Anstellen von Eintrittskarten gibt es den Museumsbutton zu kaufen, eine Ansteckplakette, die an diesem Wochenende zum Eintritt in alle beteiligten Museen berechtigt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bühnen für Musik- und Tanzdarbietungen, Verkaufsstände für Kunsthandwerk, Schmuck und Kleidung sowie Freilicht-Ausstellungen von Künstlern entlang der beiden Mainufer. Einbezogen sind auch die zum Teil großzügigen Parks und Gärten der Museen sowie – gegen zusätzliche, besondere Einlasskarten – die Kunstsammlungen der in Frankfurt ansässigen Großbanken. Insgesamt präsentieren sich auf den jeweils etwa vier Kilometer langen Uferpromenaden 21 Bühnen und rund 1000 Verkaufsstände.

Vor allem das breite Angebot an Livemusik der unterschiedlichsten Stilarten und die vielen multikulturellen Imbiss-Stände locken tagsüber ein eher älteres und abends ein zunehmend junges Publikum auch aus dem weiteren Frankfurter Umland an. Eine eigenständige Tradition hat seit 1994 der Jazzgarten im Park des Museum für Angewandte Kunst entwickelt.

Seit 1998 gibt es beim Museumsuferfest am Samstag die Orgelmeile. Zu jeder vollen Stunde findet ab 18 Uhr in einer der Innenstadtkirchen ein halbstündiges Orgelkonzert statt. Nach dem Konzert haben die Besucher genügend Zeit, um in die nächste Kirche zu gehen. So ergibt sich zwanglos ein kleiner Stadtrundgang, der immer im Dom um 22 Uhr mit einem Finale endet. Wegen des großen Zuspruchs der Orgelmeile findet seit 2000 auch eine Chormeile am Sonntag statt.

Eine der größten Attraktionen ist eine zweitägige Regatta von Drachenbooten auf dem Main. Das Museumsuferfest wird traditionell am Sonntag Abend durch ein Feuerwerk, untermalt von Musik, abgeschlossen.

Geschichte

Entstanden war das Fest 1988 als Werbeveranstaltung für die Frankfurter Museen, nachdem die Stadt Frankfurt innerhalb weniger Jahre eine Reihe von Museen ausgebaut oder neu errichtet hatte. Dabei wurden am Sachsenhäuser Mainufer mehrere ehemalige Villen in Museen verwandelt. Das Fest sollte den Museen Gelegenheit geben, sich einer großen Zahl von Bürgern zu präsentieren. Günstige Eintrittspreise und ein lockeres Rahmenprogramm sollten auch solche Besucher anziehen, die sich ansonsten wenig für die Museen interessierten.

Nach wie vor kommen die meisten Besucher allerdings nicht wegen eines Museumsbesuches, sondern wegen des Rahmenprogramms. Die Zahl der verkauften Buttons liegt seit Jahren bei etwa 30.000, das entspricht auch etwa der durchschnittlichen Besucherzahl bei der Frankfurter Nacht der Museen im Frühling.

Textquelle: Seite „Museumsuferfest“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. August 2010, 02:39 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 26. Oktober 2010, 08:36 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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