Villa Stuck, München (Kunst)

Villa Stuck, München

Portrait

In der Villa Stuck befindet sich das Museum Villa Stuck im Münchner Stadtteil Bogenhausen, das 1992 als Museum der Stadt München eröffnet wurde. Hier können unter anderem die historischen Atelier- und Wohnräume des berühmten Münchner Künstlers Franz von Stuck (1863–1928) mit dessen Gemälden besichtigt werden.

Darüber hinaus stehen zusätzliche Flächen für Sonderausstellungen zur Verfügung, um Kunstwerke aus der Zeit um 1900 zu präsentieren. Dies soll zugleich die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Schaffen Franz von Stucks fördern.

Atelier und Wohnhaus Franz von Stucks

Die 1897/98 erbaute neoklassizistische Villa Stuck in der Prinzregentenstraße in München ist das ehemalige Wohnhaus des „Malerfürsten“ Franz von Stuck. Von Stuck selbst entwarf die Villa und ließ 1914/15 ein Ateliergebäude hinzufügen, für seine planerische und künstlerische Leistung wurde er 1928, unmittelbar vor seinem Tod, mit dem Ehrendoktortitel der Technischen Hochschule München ausgezeichnet.

Erster Umbau zum Museum Villa Stuck

Nach Jahren unterschiedlichster Nutzungen wurden die Gebäude 1992 zu einem dritten städtischen Museum (neben dem Stadtmuseum und dem Lenbachhaus) für Dauer- und Wechselausstellungen ausgebaut. Außer den historischen Wohn- und Atelierräumen Franz von Stucks mit einer Sammlung von Werken Franz von Stucks, ergänzt durch Objekte aus dem Bereich der Angewandten Kunst der Jahrhundertwende, zeigt das Museum Sonderausstellungen zu Themen aus dem historischen und künstlerischen Kontext Franz von Stucks sowie aus dem Bereich der Bildenden und Angewandten Kunst des 20. Jahrhunderts.

Zweiter Umbau des Museums Villa Stuck

Von 1998 bis 2000 erfolgte ein neuerlicher Umbau durch das Münchner Architekturbüro Kiessler + Partner. Dabei wurde der Eingang zwischen beide Gebäude verlegt, um sie unabhängig voneinander bespielen zu können. Durch Überglasung des Zwischenraums entstand eine helle Eingangshalle mit Cafeteria und direkter Verbindung zum Garten. Im Eckquadranten der Villa liegt die neue Haupttreppe, die alle Ebenen beider Häuser verbindet. Der Ateliertrakt wurde weitgehend in den Urzustand zurückgebaut: Die nach 1945 im Erdgeschoss des Bildhauerateliers eingezogene Zwischendecke wurde genauso entfernt wie die Galerie im darüberliegenden Maleratelier. Nun sind beide Ebenen durch eine offene Wendeltreppe direkt verbunden. Im zweiten Bauabschnitt erfolgt die Renovierung der Villa durch das Büro Burmeister, Wallnöfer und Partner. Im Anschluss an das Ateliergebäude stehen an der Ismaninger Straße im ehemaligen Garagentrakt Verwaltungsräume zur Verfügung.

Der Garten des Museums Villa Stuck

Der Garten ist weitgehend restauriert und bietet drei in sich "geschlossene" Gartenzimmer: als dritter der von Nord nach Süd kleiner, intimer werdenden Räume bietet die Pergola eine gern genutzte Rückzugsfläche für Stuck. Der zweite, von drei Stelen bewachte Raum wird von einem Brunnen belebt. Balkon und darunter liegende Veranda sind der Übergang zum Wohnhaus.

Textquelle: Seite „Villa Stuck“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Dezember 2010, 11:46 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 9. Dezember 2010, 13:20 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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