Schütze (Sagittarius) (Astronomie)

Schütze (Sagittarius)

Portrait

Der Schütze ist ein Sternbild der Ekliptik.

Lateinischer Genitiv: Sagittarii
Lateinische Abkürzung: Sgr
Rektaszension: 17h 43m bis 20h 29m
Deklination: -11° 40’ bis -45° 15’
Fläche: 867 Quadratgrad
Sichtbar auf Breitengraden: 55° Nord bis 90° Süd
Bester Beobachtungszeitraum:Sommer
Anzahl der Sterne mit Größe <3m: 7
Hellster Stern ε Sagittarii (Kaus Australis) (Größe 1,79m 2,1m)
Nachbarsternbilder:
Adler, Schild, Schlangenträger, Skorpion, Südliche, Krone, Teleskop, Mikroskop, Steinbock

Beschreibung

Der Schütze ist das südlichste Tierkreiszeichen, er liegt zwischen dem Skorpion und dem Steinbock (Capricorn).

Die hellsten Sterne des Schützen bilden eine Form, die an einen Teekessel erinnert. Im englischen Sprachraum wird er daher häufig als „Teapot“ bezeichnet.

Der Schütze liegt in den sternenreichsten Bereichen der Milchstraße, in dieser Richtung befindet sich das Zentrum unserer Galaxis. Daher findet man im Schützen eine Vielzahl von nebligen Objekten, wie Offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen und Gasnebel. Bereits im Prismenfernglas bietet der Schütze einen prächtigen Anblick. Von Deutschland aus ist er allerdings nicht gut zu beobachten, da er aufgrund seiner südlichen Lage im Sommer tief am Himmel steht.

Durch den Schützen zieht sich die Ekliptik, daher wandern die Sonne, der Mond und die Planeten durch das Sternbild. Es gehört damit zu den Tierkreiszeichen. Aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse hat sich der Zeitpunkt des Sonnendurchgangs gegenüber der Antike verschoben. Die Sonne hält sich derzeit vom 17. Dezember bis zum 20. Januar im Schützen auf.

Geschichte

Der Ursprung des Sternbildes geht vermutlich auf ein frühes Volk von Reiternomaden zurück und wurde von den Sumerern übernommen.

Bei den Babyloniern verkörperten die Sterne Pabilsag, einen Gott mit Löwenkopf und Flügeln.

Für die Ägypter und Inder stellte das Sternbild einen Reiter oder Bogenschützen dar.

Bei den Griechen der Antike existierten unterschiedliche Deutungen. So sah man darin einen weiteren Zentauren am Himmel oder Krotos, einen Menschen, der die Kunst des Bogenschießens erfand.

Der Schütze gehört zu den klassischen 48 Sternbildern, die von Ptolemäus beschrieben wurden.

1932 entdeckte Karl Jansky im Schützen die starke Radioquelle Sagittarius A*. Nach derzeitigem Forschungsstand handelt es sich dabei um ein supermassives Schwarzes Loch mit ca. 3,7 Millionen Sonnenmassen im Zentrum der Milchstraße.

Mythologie

Nach der griechischen Mythologie schoss der Zentaur Cheiron einen Pfeil auf den Skorpion, der den Jäger Orion stach.

Krotos war ein Sohn des Pan und der Eupheme, der Amme der Musen.

Textquelle: Artikel Schütze (Sternbild). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. Dezember 2006, 21:41 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 5. Januar 2007, 10:09 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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