Französische Revolution

Französische Revolution

Portrait

Der Begriff Französische Revolution bezieht sich auf den historischen Zeitraum zwischen 1789 und 1799 in Frankreich, in dem zum ersten Mal in der modernen Geschichte Europas eine Monarchie durch eine Republik ersetzt wurde. Die Revolution markiert den Übergang von der frühen Neuzeit zur Moderne und stellt eine der wichtigsten Zäsuren in der europäischen Geschichte dar.

Im Zeitraum vom 14. Juli 1789 (Sturm auf die Bastille) bis zum 9. November 1799 (Beginn der Herrschaft Napoléons) vollzog sich der Übergang Frankreichs von der absoluten Monarchie zur Republik. Obwohl die Republik umfänglich und dauerhaft erst 1871 etabliert werden konnte, veränderte die Revolution die Gesellschaft Frankreichs und Europas grundlegend. Hier wurde das Modell der modernen Staats- und Gesellschaftsordnung geschaffen. Die Errungenschaften der Revolution wie persönliche Freiheit, Meinungs- und Pressefreiheit und Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, eine gleiche Besteuerung, das allgemeine Wahlrecht, das Selbstbestimmungsrecht des Volkes, die Bindung des Staates an eine Verfassung und die Berufs- und Gewerbefreiheit (Grundrechte) sind heute fundamentaler Teil des Bewusstseins der Bürger der westlichen Demokratien und, zumindest auf dem Papier, Grundlage des Rechtes der meisten Staaten der Erde.
Die Zeit des Terrors, der Schreckensherrschaft Robespierres mit der widerrechtlichen und willkürlichen Verurteilung zum Tod unter der Guillotine und der an historischen Gebäuden (wie Kirchen oder dem Schloß Versailles) begangene Vandalismus stehen für die negative Seite der Revolution.


Textquelle: Artikel Französische Revolution. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 31. Oktober 2006, 10:34 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 31. Oktober 2006, 22:58 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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