Futurismus

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Futurismus

Portrait

Ausgangslage

Das erste futuristische Manifest ist in erster Linie als Angriff auf die herrschenden Überzeugungen, als bewusster Tabubruch zu verstehen. Gerade in bezug auf die Kunst hatte die damalige Gesellschaft ziemlich klare Vorstellungen, was richtig und was falsch ist. So bevorzugte man in den bildenden Künsten Porträts, Landschaften und Darstellungen historischer Ereignisse in konventionell-altmeisterlichen Manier. Die Klarheit dieser Vorstellungen wurde von den Futuristen als beengend empfunden.

Obschon im Manifest das Neue betont wird und das Manifest - man möchte fast sagen, um jeden Preis - originell sein will, steht es nicht völlig ohne Vordenker in der Geschichte. Deutlich sind etwa die Spuren der Philosophie von Georges Sorel erkennbar - es ist anzunehmen, dass Filippo Tommaso Marinetti ihn gekannt hat.

Der Futurismus hat auch viele Ideen von Friedrich Nietzsche aufgegriffen bzw. wiederentdeckt, u.a. die Verherrlichung der Gewalt, die Ablehnung der (christlichen) Moral und eine aktive Lebensbejahung.

Textquelle: Artikel Futurismus. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. September 2006, 20:00 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 1. November 2006, 20:25 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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