Milchstraße

Milchstraße

  • Artikel

Milchstraße

Portrait

Geschichte und Herkunft des Namens

Schon im Altertum war die Milchstraße als heller, schmaler Streifen am Nachthimmel bekannt. Ihr altgriechischer Name galaxias (γαλαξίας) – von dem auch der heutige Fachausdruck „Galaxie“ stammt – ist von dem Wort gala (γάλα, Milch) abgeleitet. Wie dem deutschen Wort „Milchstraße“ liegt also auch dem altgriechischen Begriff das „milchige“ Aussehen zugrunde.

Eine antike griechische Sage versucht diesen Begriff mythologisch zu erklären: danach habe Zeus seinen Sohn Herakles, den ihm die sterbliche Frau Alkmene geschenkt hatte, bei seiner göttlichen Frau Hera säugen lassen, als diese schlief. Herakles sollte auf diese Weise göttliche Kräfte erhalten. Aber er säugte so ungestüm, dass Hera erwachte und den ihr fremden Säugling zurückstieß; dabei wurde ein Strahl ihrer Milch über den ganzen Himmel verspritzt.

Einer germanischen Sage zufolge erhielt die Milchstraße nach dem Gott des Lichtes, Heimdall, auch Iring genannt, den Namen Iringsstraße (laut Felix Dahn, Walhall – Germanische Götter- und Heldensagen).

Die afrikanischen San fanden für die Milchstraße einen sehr poetischen Namen: „das Rückgrat der Nacht“.

Erst 1609 konnte Galileo Galilei durch Beobachtungen mit dem Teleskop die wahre Natur der Milchstraße entdecken und sie zumindest teilweise in ihre einzelnen Sterne auflösen.

Zur ersten Vorstellung der Scheibenform gelangte bereits Wilhelm Herschel im Jahr 1785 aufgrund systematischer Sternzählungen (Stellarstatistik).

Textquelle: Artikel Milchstraße. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Februar 2007, 14:53 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 10. Februar 2007, 00:03 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
  • Kommentar
  • Versenden