Neue Nationalgalerie

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Neue Nationalgalerie

Portrait

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum Berlin ist ein Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts in Berlin. Der Bau des Museums stammt von Ludwig Mies van der Rohe und gilt als Ikone der Klassischen Moderne. Die Neue Nationalgalerie ist zusammen mit der Gemäldegalerie (Berlin) und dem Kunstgewerbemuseum eines der wichtigsten Museen am Kulturforum Berlin.

Architektur

Die Neue Nationalgalerie ist das einzige Bauwerk, das Ludwig Mies van der Rohe nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland umsetzen durfte. Im Jahre 1962 erhielt er im hohen Alter von 76 Jahren den Auftrag, ein Museum zu errichten. Er griff dabei auf einen eigenen Entwurf von 1957 für das nicht ausgeführte Verwaltungsgebäude des Rum-Herstellers Bacardi in Santigo de Cuba zurück. Der Bau wurde 1968, ein Jahr vor Mies´ Tod, fertiggestellt. Die Neue Nationalgalerie war das erste Museum, das am neu entstehenden Kulturforum Berlin-Tiergarten unweit des Potsdamer Platzes, eröffnet wurde. In direkter Nachbarschaft befinden sich Hans Scharouns Staatsbibliothek und Philharmonie.
Mit der Neuen Nationalgalerie realisierte Mies in eindringlicher Weise den von ihm entwickelten Gedanken des Universalraums. Auf einer 105 x 110 Meter großen Granitterrasse, die den leichten Abhang am Ufer des Landwehrkanals ausgleicht, setzt der quadratische Pavillon aus Stahl auf. Die Kantenlänge des den Bau dominierenden Daches beträgt 64,8 Meter, und die umschließenden Glaswände sind um 7,2 Meter zurückgesetzt und bilden so die Haupthalle. Da das Dach von je zwei Stahlsäulen an jeder Kante getragen wird, ist die Haupthalle ein einheitlicher, großer Raum, der nur von zwei freistehenden Kernen und mehreren Treppen ins Untergeschoss strukturiert wird. Im Untergeschoss befinden sich die eigentlichen Ausstellungsräume, an die im Westen des Gebäudes ein ummauerter Skulpturengarten anschließt.
Mies´ Lösung ist mit ihrem latenten Klassizismus eine moderne Vergegenwärtigung des antiken Podiumstempels, die der durch Karl Friedrich Schinkel und seine Schule geprägte Berliner Bautradition entspricht.
Durch die ungewöhnliche Raumaufteilung im Untergeschoss und die Monumentalität der Haupthalle ist die Nutzung des Gebäudes für Ausstellungen nicht unproblematisch.

Museum

Die Neue Nationalgalerie beherbergt die Bestände der Staatlichen Museen zu Berlin im Bereich der Malerei, Skulptur und Plastik des 20. Jahrhunderts, von der klassischen Moderne bis zur Kunst der 1960er Jahre. Sie knüpft ausdrücklich an die Tradition der Neuen Abteilung im Kronprinzenpalais an, die unter der Leitung von Ludwig Justi von 1919 bis 1937 aufgebaut worden war, bis sie durch die Aktion Entartete Kunst zerstört wurde.

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