Berlin-DADA (Kunst)

Berlin-DADA

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Portrait

In Berlin nahm Dada seine weltweit extremste Form an.

Dort waren George Grosz und Helmut Herzfelde, der sich später umbenannte zu John Heartfield, die Richard Huelsenbecks Äußerungen über den Zürich-Dada, der sich bereits in voller Blüte befand, vernahmen und sich ihm anschlossen, da sie schließlich auch von der gleichen Überzeugung und dem gleichen Willen geleitet waren. Bald hielt Richard Huelsenbeck ein Dada-Manifest, wie er es in Zürich auch schon getan hatte und wetterte gegen den Futurismus und den Kubismus und proklamierte Dada. Kurz darauf gründete man den „Club Dada“, der nicht weniger exklusiv war als der Herrenclub der hohen Politiker in Berlin. Die Bewegung hatte sich nun ein wenig gefestigt, und in diesem Club waren nur die wirklichen Dadaisten Berlins vertreten. Eines der Clubmitglieder war Johannes Baader, der sich den Namen „Oberdada“ zulegte, welchen er durch extreme Taten, die ihm wie Dada selbst „die Krone“ aufsetzten, rechtfertigte. Er rief sich selbst als Präsident des Erdballs aus. Dada wurde jetzt zunehmend extremer. Man fühte Angriffe in der Dada-Zeitschrift und beleidigte bestimmte politische Persönlichkeiten.

Jedoch brachte der Berlin-Dada auch eine neue Technik im Bereich der bildenden Kunst hervor: die Fotomontage. In Zürich hatte man zwar die Collage schon benutzt, jedoch nur Zeitungsausschnitten oder Reste von Schachteln, Stoff- und Papierfetzen verwndet. In Berlin wurde nun erstmals ein völlig realistisches Foto mit anderen zu einem neuen Kunstwerk verarbeitet. Hannah Höch und Raoul Hausmann waren die Ersten, die diese Neuerung ausprobierten. Neue Wege beging man auch in der Richtung der Dichtung. Die Lautgedichte, die Hugo Ball, Richard Huelsenbeck und Hans Arp in Zürich rezitierten wurden weiterentwickelt.


Man Veranstaltete insgesamt zwölf Matineen in Berlin. In manchen dieser Matineen wurde das Publikum als Idioten bezeichnet und als Abschaum behandelt.

1920 fand der Höhepunkt des Berlin-Dadas statt: Es war die erste internationale Dada-Messe. Auf ihr trafen sich Dadaisten aller gesellschaftlichen Schichten und politischen Gesinnungen. Thema dieser Messe war natürlich unter anderem der Hass gegen jede Autorität. Die innerhalb des Dadaismus entstanden Zeitschriften, Handzettel, Plakate usw. wurden dort gezeigt und machten die Pluralität der Bewegung sehr deutlich.

Textquelle: Artikel Dadaismus. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. März 2007, 06:06 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 6. März 2007, 23:04 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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