Paris-DADA (Kunst)

Paris-DADA

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Portrait

Als Tristan Tzara 1919 nach Paris gereist war, fand er in der dortigen kulturellen Avantgarde bereits eine kritische und rebellische Stimmung vor. Es war nicht wie in Berlin eine vollkommen neue Konfrontation mit mit den Ideen von Dada und der ANTI-Kunst, sondern die Künstler waren einerseits durch Dichter wie Guillaume Apollinaire beeinflusst, der schon ein Jahr zuvor die herkömmlichen Sprach- und Dichtungsformen u in Frage gestellt hatte. Zum anderen wurden sie auch durch die Erfahrungen des Zürich-Dada geprägt, der in Paris flüchtig bekannt war. Anders war hier auch die Tatsache, dass beim Paris-Dada fast ausschließlich Dichter und Literaten eine Rolle Spielten. Man beschränkte sich dort fast nur auf das Gedichte-Schreiben und Rezitieren.

Doch Paris sollte auch der Schauplatz sein, wo Dada sich selbst zerstörte. Die Dadaisten wurden zunehmend engstirniger und zerstritten sich untereinander. Jeder ging seine eigenen Wege und hatte seine eigene Meinung.

1922 veranstaltete man den „Kongress von Paris“, der als allgemeine Auflösung des Dadaismus gilt. Das Problem war, dass viele die an diesem Kongress teilnahmen, letztendlich gegen Dada waren und die eigentlichen Dadaisten sich nicht untereinander einigen konnten, wie es weitergehen sollte. Man wollte auf diesem Kongress eine weitere "Dada-Bombe zünden", jedoch André Breton, auf den man sich verlassen hatte, griff stattdessen Tristan Tzara massiv an, und so kam es auch hier zum Streit zwischen ehemaligen Freunden. Später gab es noch teilweise handgreifliche Auseinandersetzungen auf Dada-Veranstaltungen, auf denen André Breton auf die Bühne kletterte und Darsteller während der Aufführung angriff.

Textquelle: Artikel Dadaismus. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. März 2007, 06:06 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 6. März 2007, 23:04 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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