Deutsche Frühzeit und Antike (Geschichte)

Deutsche Frühzeit und Antike

  • Artikel

Portrait

Frühzeit

Die ältesten Nachweise von Menschen der Vorgeschichte auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik sind etwa 700.000 Jahre alt. Man geht davon aus, dass es seit rund 500.000 Jahren dauerhafte Besiedlungen gibt. Nach dem Neanderthal in Mettmann ist der Homo sapiens neanderthalensis, der Neanderthaler, benannt. Dieser wurde vor etwa 40.000 Jahren von dem zugewanderten Homo sapiens verdrängt. In der Jungsteinzeit entwickelten sich Ackerbau, Viehzucht und feste Siedlungsplätze. Aus dieser Zeit sind einige Funde erhalten, wie etwa die in Sachsen-Anhalt gefundene Himmelsscheibe von Nebra, eine Metallplatte mit Goldapplikationen aus der Bronzezeit, die darauf hindeutet, dass schon um 2000 v.u.Z. in dieser Region Astronomie betrieben wurde und damit die älteste konkrete Himmelsdarstellung ist, die weltweit je gefunden wurde.

Antike

Erste Erwähnung finden einige keltische und germanische Stämme bei den Griechen und Römern (v.A. Caesar und Tacitus) in der vorchristlichen Zeit. Um 500 v.u.Z. war das heutige Süddeutschland keltisch und das heutige Norddeutschland germanisch besiedelt. Die Germanen wanderten im Laufe der Jahrhunderte südwärts, so dass um Christi Geburt die Donau die ungefähre Siedlungsgrenze zwischen Kelten und Germanen war. Hierdurch gelangten keltische Orts- und Gewässernamen sowie keltische Lehnwörter in den germanischen Wortschatz.

Von 58 v.u.Z. bis etwa 455 n.u.Z. gehörten die Gebiete links des Rheins sowie südlich der Donau zum Römischen Reich, von etwa 80 bis 260 n.u.Z. auch der größte Teil des heutigen Baden-Württembergs südlich des Limes. Die römischen Gebiete im heutigen Deutschland verteilten sich auf die Provinzen Germania Superior, Germania Inferior und Raetia. Auf die Römer gehen Städte zurück wie Trier, Köln, Bonn, Worms und Augsburg, die zu den ältesten Städten Deutschlands zählen. Die Römer führten Neuerungen in Hausbau und Handwerk ein, die zum Teil bis heute fortwirken. Zur Sicherung der Grenzen siedelten die Römer befreundete germanische Stämme in den Provinzen an. Auch Siedler aus allen Teilen des Römischen Reiches, insbesondere aus Italien, wanderten ein und wurden westlich des Rheins und südlich der Donau sesshaft. Eine erste Geschichte Gesamtgermaniens liefert im Jahr 98 der römische Schreiber Tacitus.

Textquelle: Artikel Geschichte Deutschlands. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Mai 2007, 15:00 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 23. Mai 2007, 20:54 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
  • Kommentar
  • Versenden