Swedish grace (Kunst)

Swedish grace

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Portrait

Swedish grace oder Swedish modern war eine schwedische Kunstrichtung innerhalb der Architektur und des Designs während der 1920er Jahre, in Schweden auch "Klassiszismus der 20er Jahre" genannt.

Der Begriff "Swedish grace" wurde 1931 vom britischen Kunstkritiker Morton Shand in der Architekturzeitschrift Architectural Review geprägt. Die kühle, einfache, aber zugleich elegante, schwedische Formensprache hatte viele Anhänger national und international, gefunden. Der Wunsch nach dem Klassizismus wuchs, nachdem die Nationalromantik mit Vertreten wie Carl Larsson und Anders Zorn, ihre Rolle ausgespielt hatte. Man suchte nach mehr sachlichen und strammeren Formen, entsprechend dem Ideal des späten achtzehnten Jahrhunderts.

In der Architektur waren hauptsächlich Gunnar Asplund, Ivar Tengbom, Sigurd Lewerentz, Cyrillus Johansson und Erik Lallerstedt die Verfechter dieses klassizistischen Stils der 1920er Jahre. Mit der Stockholmer Stadtbibliothek, 1918-27 von Gunnar Asplund entworfen, kulminierte die Stilrichtung des Swedish grace, der Übergang zum Funktionalismus hatte bereits begonnen und zwei Jahre später, zur Stockholmer Ausstellung 1930, waren Asplund und viele seiner Kollegen schon zum Funktionalismus übergewechselt.

Auch das Kunsthandwerk und die Inneneinrichtung wurden vom Swedish grace beeinflusst. Simon Gates und Edwald Halds Kunstglas sowie Carl Malmstens Möbel weckten große Aufmerksamkeit auf der Weltausstellung in Paris 1925 "L´Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes". Der Stil, der in Schweden "Klassizismus der 20er Jahre" genannt wurde, bekam auf der Pariser Weltausstellung die, im übrigen Europa geläufige Bezeichnung, art déco.

Textquelle: Artikel Swedish grace. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. September 2007, 15:20 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 9. November 2007, 11:28 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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