Klassizismus

Klassizismus

Klassizismus

Portrait

Der Klassizismus steht in der Bildenden Kunst einschließlich der Architektur für eine Strömung, in der die Nachahmung des klassischen Altertums – der griechischen und der römischen Antike – zum Programm erhoben wird. Der Klassizismus ist in der Kunstgeschichte von der Mitte des 18. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts anzusiedeln und folgte der Epoche des Barock. Da die Rezeption der Antike bereits seit der Renaissance ein wiederkehrendes Thema in den Künsten war, wird der Begriff gelegentlich auch schon für entsprechende Strömungen der früheren Epochen angesetzt. Abgelöst wurde der Klassizismus im 19. Jahrhundert durch den Historismus.

Charakteristik

In der Architektur wird auf den Formenkanon des griechischen Tempelbaus zurückgegriffen.

In der Malerei lösen sich die Künstler von dem meist allegorischen Programm der Barockzeit und malten Szenen aus der griechischen und römischen Antike, die oft einen „patriotischen“ Hintersinn haben. Wichtig sind Gesten, Gebärden und die Komposition der Figuren in der Gruppe, was der Malerei einen theatralischen Zug verleiht. Die Konturen werden klarer und die pastose Farbgebung verschwindet zugunsten eines flächigen Farbauftrages mit klar abgegrenzten Farben. Manche Kunsttheoretiker sehen daher im Klassizismus eine Art „Zäsur“ zwischen Rokoko und Impressionismus. In Illustrationen sind Umrissradierungen für den Klassizismus charakteristisch.

Textquelle: Seite „Klassizismus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. Dezember 2009, 09:19 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 16. Dezember 2009, 13:22 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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