Op-Art

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Portrait

Die Op-Art, von engl. Optical Art ist eine Stilrichtung der Malerei, die um 1960 aufkam. Mit Hilfe von geometrisch abstrakten Formmustern und Farbfiguren sollen im Auge des Betrachters Bewegungs- und Flimmereffekte hervorgerufen werden, die zu optischen Täuschungen führen können.

Wichtigste Vertreter der Op-Art waren Victor Vasarely, Bridget Riley, Jesús-Rafael Soto, Carlos Cruz-Diez, Julio Le Parc, Youri Messen-Jaschin, Agam und sind, in der Bundesrepublik Deutschland, Wolfgang Ludwig.

Adolf Richard Fleischmann (1892-1968) gilt als der Vorläufer der Optical Art. Quelle: Dr. Alfred Fischer (Dissertation "Adolf Fleischmann", 1976, sowie Katalog Ulmer Museum, Ausstellung vom 4. Februar - 18. März 1973). Auszug aus dem Katalog, Kapitel "Kunsthistorische Betrachtungen zum Spätwerk von Adolf Fleischmann)": ..."Kunsthistorisch betrachtet ist es Fleischmanns Verdienst, die Optical Art vorweggenommen zu haben durch die systematische Formgebung - die konsequente Verwendung von "L-Formen" - und deren Streifenausfüllung, mit der er eine vibrierende Farbwirkung realisieren konnte. Dies war im Jahre 1950 ein ganz neues Phänomen in der bildenden Kunst. Die theoretischen Voraussetzungen der Farbbewegung waren, wie schon angedeutet, zwar lange zuvor von Delaunay ausgearbeitet worden, doch zeigt sich der nicht mimetische Bewegungsausdruck des Farbvibrierens als eine bahnbrechende Entdeckung. Mittels konstruktivistischer Bildsprache und Delaunay´scher Ideen verwirklichte Fleischmann die Einheit von Form und Farbe, Räumlichkeit in der Fläche und Bewegung aus der Ruhe, und zwar schon einige Jahre bevor selbst Vasarely dies realisieren und seine Op Art-Kunst entwickeln konnte. In der Tat sind die Wurzeln der Optical Art unmittelbar in dem das Gedankengut Delaunays ("action synchronique", "forme mobile totale", "perpétuel mouvement") übermittelnden geometrischen Spätwerk Fleischmanns zu erkennen, aufgrund von welchem Vasarely (vom kinetischen Gedankengut des Bauhauses ausgehend) erst die Op Art als solche, bzw. sein sogenanntes "Cinétisme Optique" (1955) anzubahnen vermochte. Fleischmann ist selbst zwar nie "Op-Art"-Künstler geworden (und betrachtet sogar die ganze Stilrichtung als eine Art Dekorationskunst), doch traf es ihn sehr, dass man ihm als Vorläufer der Optical Art keine Anerkennung zubilligte ...."

Heute bezieht sich bereits eine nachfolgende Malergeneration, motivisch und inhaltlich reflektierend, auf die "historische" Op-art der sechziger Jahre: u.a. seit Anfang der neunziger Jahre der Amerikaner Philip Taffee und in jüngster Zeit die Schweizer Francois Beaudevin und Philippe Decrauzat. Die Arbeiten des in Hamburg (k)lebenden Künstlers pop.ac sind inspiriert von der Pop- und Op-Art.

Textquelle: Artikel Op-art. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. April 2004, 06:03 UTC. URL: http://de.wikipedia.org... (Abgerufen: 9. November 2006, 23:03 UTC) Lizenz: CC-by-SA-3.0
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